AppStore feiert Zehnjähriges
Am 10. Juli 2008 führte Apple auf seinem iPhone den Software-Marktplatz AppStore ein. 170 Milliarden Apps luden die User seitdem auf ihre Smartphones und mittlerweile auch Tablets. Am meisten Umsatz generierten Streaming- und Musikangebote.
Im letzten Jahr das iPhone von Apple seinen zehnten Geburtstag. Damit löste der US-Konzern seinerzeit einen Boom für Smartphones aus. Eine weitere Revolution folgte ein Jahr später: Mit der Software-Version iOS 2.0 führte Apple am 10. Juli 2008 den AppStore ein. Das Programm war fortan auf allen iPhones vorinstalliert und erlaubte es Nutzern, kleine Anwendungen herunterzuladen, die das Gerät um neue Funktionen erweitert. Entwickler konnten die kleinen Software-Erweiterungen kostenlos anbieten oder Geld dafür verlangen. Für die Programme bürgerte sich schnell der Name App ein und in der Folge entstand die sogenannte "App-Economy".
Aus dem AppStore ist längst ein Milliardengeschäft geworden. Mittlerweile enthält er auch Programme für iPad und Apple TV. Über 170 Milliarden Apps haben Nutzer mittlerweile heruntergeladen, über 130 Milliarden Dollar gaben sie dafür aus. Das hat die Marktforschungsagentur App Annie berechnet, die allerdings erst seit Juli 2010 Daten trackt und auswertet. Die Zahlen reichen somit nicht ganz bis zum Marktstart des AppStores vor einem Jahrzehnt zurück.
Die beliebtesten Apps überhaupt sind vor allem Social-Media-Programme: Facebook, der FB Messenger, Youtube, Instagram und WhatsApp sind die fünf am häufigsten heruntergeladenen Apps. Diese sind aber allesamt kostenlos. Beim Umsatz führen indes andere Apps die Bestenliste an: Netflix, Spotify, Pandora Music und Tencent Video generierten im untersuchten Zeitraum am meisten Geld. Die Erklärung ist einfach: Viele Nutzer bezahlen die monatlichen Abogebühren für die Services direkt über AppStore als In-App-Käufe. So werden für Netflix beispielsweise mindestens 7,99 Euro, für Spotify Premium 9,99 Euro fällig.
Auch Games sind eine wichtige Kategorie im AppStore. Geschätzt entfallen rund des Umsatzes auf Spiele. Allerdings verteilen sich die Einnahmen hier auf mehr Angebote. Außerdem werden Games meistens im Free-To-Play-Modell angeboten, dass heißt der Download ist kostenlos. Später können die User auf Wunsch optionale Spielgegenstände über In-App-Käufe erwerben. Im Vergleich zu den hochpreisigen Abo-Angeboten von Netflix und Spotify werden bei Games aber oft nur Kleinstbeträge ausgegeben. Oder die User kaufen virtuelle Währungen im Paket, die sie dann über längere Zeit im Spiel einsetzen. Zu den erfolgreichsten AppStore Games zählen "Clash Clans", "Candy Crush Saga" und "Monster Strike".
Die Marktforscher von App Annie prognostizieren dem AppStore für die Zukunft ein weiteres Wachstum. 2017 wurden 42,5 Milliarden Dollar auf dem Marktplatz ausgegeben. 2022 sollen es bereits 75 Milliarden Dollar jährlich sein.