Es ist die mutmaßlich höchste Summe, die ein Gamesunternehmen an eine Förderinstitution bisher zurückgezahlt hat: Das Münchner Studio Aesir Interactive überreichte den Scheck im Rahmen des FFF Presse Lunch an Judith Gerlach.

120.000 Euro steuerte der FFF Bayern zur Entwicklung des Prototypen bei, weitere 500.000 Euro gab der Freistaat Bayern über die Gamesförderung für die Produktion hinzu. Ein Investment, das sich offenbar ausgezahlt hat. Zumindest hat der "Police Simulator - Patrol Officers" das durch die Förderung erhaltene Geld wieder eingespielt. Und so zahlte Andreas Sirch, Geschäftsführer von Aesir Interactive, im Rahmen einer "Scheck is back"-Aktion den vollen Betrag an Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach zurück. Die Übergabe des Schecks fand im Rahmen des traditionellen FFF-Presse-Lunch statt, bei dem geförderte Projekte aus Film, XR und Games mit Verterter:innen der Presse zusammengebracht werden.

Für den FFF ist das Presselunch zugleich Gelegenheit, signifikante Neuerungen anzukündigen. Gerlach, in deren Ressort auch die Film- und Gamesförderung fällt und die zugleich Aufsichtsratsvorsitzende des FFF ist, nutzte die Gelegenheit, um Initiativen für mehr Diversität an Film-Sets, aber auch zur Nachwuchsförderung anzukündigen. Für die Gamesbranche hatte sie die Nachricht von einer Million Euro zusätzlicher Fördermittel für 2023 im Gepäck (wir berichteten).

Und Aesir Interactive? Sirch bedankte sich für die Unterstützung durch den FFF, die maßgeblich für die Entstehung des Simulationsspiels gewesen sei, das von astragon gepublisht wurde. Details zu Umsatz oder Absatz konnte er nicht offenlegen, sprach aber von Verkaufszahlen im höheren sechsstelligen Bereich. Das zurückgezahlte Geld fließt indes wieder in das Förderbudget des Freistaates ein. Anders gesagt: Gut möglich, dass sich Aesir Interactive durch die "Scheck is back"-Aktion, die eigene Förderung für einen Nachfolger mitfinanziert.

Apropos: Nach Recherchen von GamesMarkt müssten die 620.000 Euro, die Aesir zurückgezahlt hat, die bislang größte Rückzahlung einer Gamesförderung in Deutschland gewesen sein.

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Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.
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