Im Rahmen einer Kabinettssitzung spricht sich die Landesregierung für eine stärkere Förderung der Gamesbranche aus und stellt Maßnahmen vor.

In der heutigen Kabinettssitzung stand, neben einer Imagekampagne für die Landwirtschaft und regionale Produkte, auch der Spielestandort Bayern auf der Tagesordnung. Anlass ist das aktuelle zehnjährige Jubiläum der Gamesförderung des FFF Bayern. Drei größere Bereiche will die Landesregierung hier in Zukunft angehen und stellt seine Maßnahmen vor.

Zum einen soll Deutschland im Gamesbereich mehr zu einem AAA-Produktionsland werden. Deshalb fordert die bayerische Landesregierung den Bund auf, die Bundesförderung dauerhaft einrichten. Das Land Bayern erhöhte kürzlich die Gamesförderung des FFF mit einem Zuschuss von einer halben Millionen auf insgesamt drei Millionen Euro für 2019. Doch hier soll es noch nicht aufhören, meint Digitalministerin Judith Gerlach: "Ich strebe eine höhere bayerische Förderung im nächsten Haushalt an. Wir stehen hinter unserer Gamesbranche und den kreativen Gamesentwicklern und wollen sie als Innovationstreiber auch zukünftig mehr unterstützen. Ich möchte, dass Bayern deutschlandweit an der Spitze der Gamesförderung steht."

Um für mehr Nachwuchs in der Gamesbranche zu sorgen, wird indes ein Maßnahmenpaket vorgestllt, das ebenfalls in drei Punkte aufgeteilt ist:

Der Nachwuchs soll nicht nur finanziell durch Förderungen unterstützt werden, sondern auch das nötige Know-how vermittelt bekommen, um die Marktchancen von neuen Studios zu erhöhen.

Mit einer Reihe internationaler Workshops wird eine Kreativoffensive gestartet, um Games made in bavaria einzigartig und auszeichnungswürdig zu machen.

Im Rahmen der bereits vor einigen Monaten in die Wege geleiteten Initiative BayFiD soll außerdem gezielt für mehr Frauenpower in Digitalbranchen allgemein gesorgt werden.

Die Landesregierung will außerdem weiter in den eSport-Bereich vordringen. Gewünscht wird hier die Ausrichtung eines großen eSport-Turniers in Bayern.

"Ich finde, Bayern stünde als digitalem Premiumland auch ein großes E-Sport-Event gut zu Gesicht", so Gerlach. "Wir planen deshalb, uns als Standort für eine solche Veranstaltung zu bewerben. Wir wollen auch in Bayern diesem digitalen Megatrend ein Gesicht geben."

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