Sonys Executive Deputy President Kaz Hirai äußerte sich auf der Consumer Electronics Show offiziell zum Thema PS4 und widerlegte E³-Gerüchte.

Finte oder Realität? Laut Executive Deputy President Kaz Hirai plant Sony in nächster Zeit keine Präsentation der nächsten Konsolengeneration. Das "Wall Street Journal" konfrontierte die Nummer zwei im Konzern mit Berichten der stets gut informierten britischen Games-Fachpresse, wonach sowohl Sony als auch Microsoft mit der nächsten Hardwaregeneration auf der Electronic Entertainment Expo (E3) im Juni in Los Angeles vertreten sein werden. Hirai verneinte Planung dieser Art. Weder jetzt noch zur E3 sei eine neue Konsolen ein Thema, wird Hirai zitiert. Die Vermarktung von PlayStation 3 sei auf zehn Jahre angelegt und es gebe keinen Grund, weshalb Sony von dieser Zielsetzung abrücken sollte.

Doch was soll Hirai auch sagen? Die aktuellen Äußerungen gehen wohl nicht über die Richtlinien der Sony-PR-Strategen zum Thema PS3-Nachfolge hinaus. Wahrscheinlich ist, dass zum jetzigen Zeitpunkt mit Dementis die aktuelle Generation geschützt werden soll. Denn es kann nicht in Sonys Sinne sein, dass eine verfrühte Bestätigung unmittelbar den Abverkauf von PlayStation 3 beeinträchtigt. Bis zur E3 ziehen noch einige Monate ins Land, die ungestört besser genutzt werden können.

Die Argumente Hirais sind jedenfalls nicht sonderlich stichhaltig. Auch PlayStation 3 kam zu einem Zeitpunkt auf den Markt, zudem das Geschäft mit Playstation 2 noch äußerst vital war. Viele Jahre verkaufte sich der Konsolen-Oldie auch in den westlichen Märkten noch gut, obwohl längst der Nachfolger vermarktet wurde. Eine ähnliche Strategie wird Sony zweifellos auch in der Vermarktung von PlayStation 3 verfolgen. Ein Fünkchen Wahrheit liegt noch jedem Gerücht zugrunde und zumindest der Zeitpunkt passt perfekt. Im November 2012 wird PlayStation 3 sechs Jahre als. Zum gleichen Zeitpunkt in der PS2-Vermarktung erfolgte die Veröffentlichung der dritten PlayStation-Generation. Und schon damals diktierte der Markt den Zeitpunkt für den Generationswechsel, nicht - wie Sony nimmermüde versucht weiszumachen - die Marketingexperten in Tokio.

Share this post

Written by