EU-Förderranking vergleicht Steuervorteile für Games
Die französisch-europäische Förderplattform Indie Plaza hat ein Ranking der Steuervorteile für Gamesentwicklung in der EU und UK veröffentlicht. Obwohl beide Länder keine Steuervorteile für Games spezifisch bieten, schneidet Österreich gut, Deutschland passabel ab - aber nur, weil die meisten anderen EU-Länder noch schlechtere Steuerkonditionen bieten.
Die europäische Finanzierungsplattform Indie Plaza mit Sitz in Frankreich hat ein Ranking der europäischen Mitgliedsländer plus Vereintes Königreich veröffentlicht, das sich mit den steuerlichen Vorteilen für Videogame-Entwicklung in den einzelnen Staaten befasst. Das Ranking stellt fest, wie gut die steuerlichen Standortfaktoren der einzelnen Staaten über einen Zeitraum von zehn Jahren einem dort ansässigen Studio zukommen.
Dabei teilt Indie Plaza das Ranking in zwei Varianten auf: Variante A gilt für Studios, deren Entwicklungen von Standordvorteilen und sektoralen Steueranreizen explizit für Games profitieren, sofern es welche gibt, Variante B gilt für Studios, deren Produktionen nicht für solche in Frage kommen. Beide Listen preisen generelle Steuervorteile und Steuervergünstigungen mit ein.
Für Produktionen, die von Gamesentwicklungsanreizen profitieren, ist das Vereinigte Königreich mit einer möglichen Maximalsumme von über 1,5 Millionen Euro Steuerrückerstattungen in einem Zehn-Jahres-Zeitraum. Auf Platz 2 folgt Irland, dann Frankreich mit jeweils knapp unter 1,5 Millionen Euro. Österreich liegt mit etwas über einer halben Million auf Platz 5, Deutschland folgt auf Platz 7, summarisch jedoch bereits weit abgeschlagen mit etwa 180.000 Euro möglicher Rückerstattung.

Produktionen, die nicht von den jeweils im Land angebotenen spezifischen Vorteilen für die Gamesindustrie profitieren, sind in Irland mit 1,1 Millionen Euro am besten dran. Auf Platz zwei liegt Österreich mit seiner halben Millionen Euro gefolgt von Spanien mit einer ähnlichen Summe. Deutschland liegt hier mit den möglichen 180.000 Euro auf Platz 5. Da weder Deutschland noch Österreich Tax Incentives für die Gamesbranche bieten, sind die Summen in beiden Rankings die gleichen, die Listenpositionen verändern sich nur durch die Unterschiede in den anderen Ländern.