Xbox verzeichnet starkes Q1 dank "Starfield", Umsatzexplosion für Q2 erwartet
Im ersten Quartal FY24 stieg der Umsatz im Xbox-Geschäft, dank "Starfield" und Game Pass trotz niedrigerer Hardware-Einnahmen. Erste Effekte der Übernahme von Activision Blizzard werden für das laufende Quartal erwartet, wie ein Umsatzwachstum im mittleren bis hohen 50er-Bereich.
Microsoft hat den Geschäftsbericht für das Q1 FY24 veröffentlicht, das von Anfang Juli bis Ende September 2023 reicht. In dem Zeitraum sind die Einnahmen im Gaming-Bereich um neun Prozent auf 309 Millionen Dollar gestiegen, rund 292 Millionen Euro. Im Segment "Xbox Content and Services" stieg der Umsatz um 13 Prozent, hauptsächlich durch First-Party-Games und den Xbox Game Pass. Auch wenn der Titel nicht explizit genannt wurde, dürfte "Starfield" entscheidend zu dem Wachstum beigetragen haben. Im Hardware-Bereich ging der Umsatz im Vorjahresvergleich um sieben Prozent zurück. Es wurden weniger Konsolen verkauft, aber die Geräte, die abgesetzt wurden, waren hochpreisiger. Laut John Welfare erzielte die Xbox-Sparte einen Umsatz in Höhe von 3,9 Milliarden Dollar (ca. 3,69 Milliarden Euro), das beste Q1-Ergebnis und das beste Nicht-Weihnachtsgeschäft-Quartal für die Xbox-Sparte aller Zeiten.
CEO Satya Nadella von Microsoft sagte in der Investorenkonferenz, dass im Quartal eine Rekordnutzung des Xbox Game Pass (in Stunden) gezählt wurden. "Starfield" hat mittlerweile mehr als elf Millionen Spieler:innen. Mehr als Hälfte der Nutzungsdauer des Rollenspiels entfällt auf PC. Außerdem lag der Tag, mit dem bisher höchsten Game-Pass-Abonnent:innenzuwachs in diesem Quartal. Mit Candy Crush, Diablo, Halo, Warcraft, Gears of War, The Elder Scrolls usw. hat Microsoft jetzt mehr als 13 Franchises, die mehr als eine Milliarde Dollar Umsatz generiert haben. Nadella hebt hervor, dass sie mit "Forza Motorsport" und "Call of Duty: Modern Warfare III" eines der stärksten Feiertags-First-Party-Line-ups hätten. Sie freuen sich jedenfalls sehr über die erfolgte Übernahme von Activision Blizzard und würden ihrem Ziel näher kommen, Games für jeden auf jedem Endgerät verfügbar zu machen.
Für das Q2 FY24 erwartet Microsoft erste Nettoeffekte aus der Übernahme von Activision Blizzard, die fortan zum First-Party-Segment zählen. CFO Amy Hood prognostiziert, dass die operativen Margen im Vergleich zum Vorjahr unverändert bleiben. Bei "Xbox Content and Services" wird ein Umsatzwachstum im mittleren bis hohen 50er-Prozentbereich erwartet, der zu etwa 50 Punkten auf die Übernahme von Activision Blizzard zurückgeführt wird. Der Umsatz des gesamten Xbox-Bereichs soll im mittleren bis hohen 40er-Prozentbereich wachsen, davon entfallen etwa 35 Punkte auf die Effekte aus der Activision-Übernahme.
Microsoft als Gesamtunternehmen hat 56,517 Milliarden Dollar umgesetzt, rund 53,5 Milliarden Euro, eine Steigerung von über 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mehr als die Hälfte (31,8 Mrd. Dollar) kommt aus dem Cloud-Geschäft. Der Nettogewinn stieg um 26 Prozent auf 22,291 Milliarden Dollar, ca. 21,1 Milliarden Euro.