Razer entwickelt Gaming-Tablet
Hardwarehersteller Razer hat auf der CES die Designstudie Project Fiona vorgestellt. Das Tablet richtet sich an Hardcore-Gamer und wird zusätzlich zur Touchscreen-Eingabe per Controller gesteuert.
Auch auf Tablet-PCs haben sich Games schnell zu Verkaufsschlagern entwickelt. Darunter finden sich allerdings vor allem kurze Spielehäppchen für zwischendurch und weniger anspruchsvolle Produktionen mit größeren Budgets. Diese Lücke will Razer nun füllen. Auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas präsentierte der Hardwarehersteller Project Fiona.
Dabei handelt es sich um ein leistungsstarkes Gaming-Tablet, in dem ein schneller Core-i7-Prozessor von Intel verbaut ist. An der Seite sind zwei Controller montiert, die im Aussehen an Sony PlayStation-Move-Controller erinnern. Dieses Gamepads mit Force-Feedback-Funktion verfügen jeweils über einen Analogstick, vier Buttons und zwei Trigger. Das Tablet lässt sich zudem über den Multi-Touchscreen bedienen und verwendet Gyroskopsensoren.
"Die Steuerung, die wir für Fiona entwickelt haben, unterstützt alle existierenden PC-Games. Allerdings bietet das intuitive Steuerungskonzept für Spieleentwickler auch neue Möglichkeiten für Spiele der nächsten Generation", so Min-Liang Tan, CEO von Razer. "Entwickler und Gamer werden diese Steuerung lieben, da sie die besten Funktionen von Controller, Multi-Touchscreen und Beschleunigungssensoren miteinander kombiniert - die neue Definition von mobilem Gaming."
Project Fiona soll in Q4 2012 auf den Markt kommen. Der Preis wird voraussichtlich unter 1.000 US-Dollar betragen. Allerdings bleiben noch einige Fragen offen: Ist das von Razer erdachte Steuerungskonzept tatsächlich für alle Spiele geeignet und werden sich Harcore-PC-Spieler von ihrer lieb gewonnen Maus und Tastatur loseisen können. Hier wird die Preisgestaltung eine wichtige Rolle spielen. Bleibt man nur knapp unter der 1.000-Dollar-Marke, wird es schwierig werden, potenzielle Käufer von den Vorzügen des Tablets zu überzeugen. Schließlich erhält man für gerade einmal 500 Dollar das Einstiegmodell von Apples iPad 2.
Außerdem ist noch nichts über die tatsächliche Leistungsstärke des Tablets bekannt. Razer machte weder Angaben zur Taktzahl des Prozessors noch zur verbauten Grafikkarte.