Die nächste Milliardenübernahme im Gamesbusiness geht auf das Konto von Sony Interactive Entertainment. Die PlayStation-Sparte von Sony kauft das US-Studio Bungie für 3,6 Mrd. Dollar. Pikant: Bungie entwickelte einst "Halo" exklusiv für Microsoft, die bis heute wichtigste Shooter-Marke der PlayStation-Konkurrenz.

Die Konsolidierung im Spielegeschäft geht weiter. Überraschend gab nun Sony Interactive Entetainment bekannt, ein Kaufabkommen mit dem US-Studio Bungie geschlossen zu haben. Den Wert der Transaktion gibt Sony mit 3,6 Mrd. Dollar an. Der Kauf bedarf unter anderem noch der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden. Die dürften jedoch nach der kürzlich angekündigten Rekordübernahme von Activision Blizzard durch Sony-Konkurrent Microsoft kaum Einspruch erheben.

Bungie ist ein erfahrenes Studio im Bereich Shooter. Als Firma hinter dem ursprünglichen "Halo", der bekanntesten First-Party-Marke von Microsoft, hat die Übernahme durch die PlayStation-Sparte Sonys einen durchaus pikanten Beigeschmack. Zumal Bungies aktuell wichtigster Titel, "Destiny 2" von Activision Blizzard vermarktet wird.

Dass Bungie auch künftig diese IPs weiterentwickelt ist unwahrscheinlich. Vielmehr ist damit zu rechnen, dass das Unternehmen aus Bellevue im US-Bundesstaat Washington, das 900 MitarbeiterInnen beschäftigt, eine neue IP im Bereich der Multiplayer-Shooter aufbauen wird. Nach Untenehmensangaben soll Bungie nach Abschluss des Kaufs als eigenständige Marke und mit eigenem Management bestehen bleiben.

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Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.
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