Nachdem JoWooD Anfang der Woche die Vertragsauflösung mit Entwickler Perception zum Titel "Stargate SG-1 - The Alliance" bekannt gegeben hat, äußerste sich nun das australische Unternehmen und warf seinerseits dem österreichischen Publisher Vertragsbruch vor.

Publisher JoWooD Productions und der australische Entwickler Perception werden sich wohl nur vor Gericht einigen können. Nachdem JoWooD Anfang der Woche die Vertragsauflösung zum Titel "Stargate SG-1 - The Alliance" bekannt gab, antwortete nun Perception. In einem Pressestatement warf das Studio seinerseits JoWooD mehrfachen Vertragsbruch vor. Die Trennung habe sich über die vergangenen neun Monate angekündigt, teilte Perception mit. Über diesen Zeitraum habe JoWooD vertraglich zugesicherte Leistungen - auch finanzieller Natur - mehrfach verweigert. Zu jedem Zeitpunkt sei der Publisher über die Fortschritte bei Perception informiert gewesen. Erst nachdem das Studio mit Frist zum 8. August eine Lösung der Streitigkeiten anmahnte und seinerseits die Vertragskündigung nicht mehr ausschloss, habe JoWooD die Trennung verkündet. Perception habe hiervon aus der Presse erfahren.

Perception-CEO Ben Lenzo nannte die Aussagen von JoWooD irreführend. Die Arbeiten an "Stargate SG-1 - The Alliance" werden demnach unvermindert weitergeführt. Auch betonte der Perception-Chef, dass allein das Studio Lizenzpartner von MGM für Spiele der "Stargate"-Reihe sei. Nun will das Studio gerichtlich gegen die Aussagen von JoWooD-CEO Dr. Albert Seidl und Aufsichtsratsvorsitzenden Andreas Rudas vorgehen. "Wir werden nicht zulassen, dass dem Name Perception in dieser Weise Schaden zugefügt wird und mit aller Kraft unsere Reputation, unsere Mitarbeiter und Produkte schützen", so Lenzo. Weitere Statements zur Sache werde es von Perception nicht mehr geben. Alles Weitere liege nun in den Händen der Gerichte. Trotz allem ist die Studioleitung zuversichtlich, "Stargate SG-1 - The Alliance" zur Marktreife bringen und auch veröffentlichen zu können.

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