Der gamescom congress am Messedonnerstag schließt mit 800 Fachbesucher:innen und 170.000 Livestreams. Das KI-Leitthema der Keynote-Speakerin Sarah Brin, Tracks zu Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft und das politische Debatt(l)e Royale bestimmten das Programm.

Die Tagung zu den Potenzialen von Videospielen auf der gamescom, der gamescom congress, schloss am Donnerstag mit hohen Besucherzahlen. Rund 800 Gäste verfolgten das Programm vor Ort in Köln. Parallel schauten mehr als 170.000 User im Livestream zu. Der congress lieferte in diesem Jahr in den drei Tracks Games & Wirtschaft, Games & Gesellschaft und Games & Bildung Fachwissen aus Industrie, Forschung, Pädagogik und Politik. Das Leitthema, das die Keynote von Sarah Brin von Kythera AI sowie mehrere Talks in den unterschiedlichen Tracks bestimmte, war das Verhältnis von KI und kreativen Potenzialen.

Politisches Highlight, diesmal zum Abschluss des Kongresstages statt zu Beginn, war erneut die Debatt(l)e Royale. Im Talk-Panel stellten sich Spitzenpolitiker:innen vorbereiteten Fragen und solchen aus dem Community-Chat und bezogen Stellung zu Themen der Games- und Digitalpolitik. Auf dem Podium diskutierten Franziska Giffey (SPD), Nathanael Liminski (CDU), Emily Büning (Bündnis 90/Die Grünen) und Bijan Djir-Sarai (FDP), moderiert von Kim "Freiraumreh" Adam und Maxim Markow.

Felix Falk, Geschäftsführer des game – Verband der deutschen Games-Branche: "Games sind das großartige Unterhaltungsmedium unserer Zeit und leisten darüber hinaus in vielen gesellschaftlichen Bereichen Erstaunliches. In digitalen Spielen steckt eine enorme Kraft, um die Herausforderungen unserer Zeit besser zu meistern. Denn ob in der Schule, in der Wissenschaft und Wirtschaft, beim Umweltschutz oder im gesellschaftlichen Miteinander: Spiele sind ein Innovationstreiber auf allen Ebenen. Diese vielfältigen Chancen zeigte der gamescom congress 2023 in spannenden Talks und Debatten erneut eindrucksvoll auf."

"Der gamescom congress beflügelt den Dialog zwischen der Games-Branche und Fachleuten aus der Wissenschaft, dem Bildungswesen, der Politik und anderen Industrien und unterstreicht Potenziale, die digitale Spiele für uns alle haben. Das macht den Kongress zu einem Marktplatz der Ideen und damit zu einem elementaren Angebot im Rahmen der gesamten gamescom", so Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse.

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Written by

Pascal Wagner
Pascal Wagner is Chief of Relations of GamesMarket and Senior Editor specialised in indie studios, politics, funding and academic coverage.