Trotz erheblicher erwarteter Umsatzeinbußen gibt Wargaming alle Geschäfte in Russland und Belarus ab und schließt seinen ehemaligen Hauptsitz in Minsk. Die ehemalige Tochterfirma Lesta Studio wird unabhängig und übernimmt die Live-Service-Geschäfte in beiden Ländern.

Das ursprünglich belarussische Unternehmen Wargaming mit derzeitigem Sitz in Nikosia, Zypern hat beschlossen, keine Geschäfte mehr in Russland und Weißrussland zu besitzen oder zu betreiben. Mit Wirkung vom 31. März hat Wargaming sein Geschäft in Russland und Belarus an das ehemalige Tochterstudio Lesta Studio in St. Petersburg übertragen. Lesta Studio, die 2011 von Wargaming aufgekauft worden sind, werden nicht mehr zu Wargaming gehören, sondern unabhängig agieren. Es soll zu keinen Ausfallzeiten der Live-Services in diesem Übergabeprozess kommen. Wargamings Vorzeigetitel "World of Tanks" besitzt nach eigenen Angaben 160 Millionen Spieler:innen. Es erschien zunächst exklusiv in Russland und erfreut sich dort immer noch großer Beliebtheit. Bezüglich der Folgen dieser Entscheidung teilte das Unternehmen mit: "Wargaming wird weder heute noch in Zukunft von diesem Prozess profitieren. Im Gegenteil - Wargaming erwartet, dass es als direkte Folge dieser Entscheidung erhebliche Umsatzeinbußen erleiden wird."

Weiterhin gab Wargaming bekannt, mit der vollständigen Schließung seines Studios in der belarussischen Hauptstadt Minsk begonnen zu haben. Das Unternehmen gibt an, die davon betroffenen Arbeiter:innen zu unterstützen, nannte dazu aber noch keine weiteren Details. Die Einstellung der geschäftlichen Aktivitäten ist eine Folge des russischen Krieges in der Ukraine, obgleich Wargaming den Grund in der Pressemitteilung nicht explizt erwähnte.

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Pascal Wagner
Pascal Wagner is Chief of Relations of GamesMarket and Senior Editor specialised in indie studios, politics, funding and academic coverage.
Berlin's Games Industry Is More Optimistic About the Future Than the Film Industry
From left to right: Alexander Fuchs (medianet berlinbrandenburg), Claus Pretzell (Investitionsbank Berlin), Juliane Müller (Goldmedia), Jeannine Koch (medianet berlinbrandenburg), Claudia Große-Leege (KreativBund), Helge Jürgens (Medienboard Berlin-Brandenburg) © Gerald Matzka

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By Marcel Kleffmann 3 min read
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