13 Mrd. Euro Schaden durch Ladendiebe im europäischen Einzelhandel
Waren im Verkaufswert von 13 Milliarden Euro lassen Verbraucher in den europäischen Geschäften unbezahlt mitgehen. Damit ist der Ladendiebstahl durch Kunden die mit Abstand größte Verlustquelle der europäischen Einzelhändler.
Durch Kundendiebstahl entsteht dem europäischen Einzelhandel jährlich ein Schaden von 13 Mrd. Euro. Dies teilten die Veranstalter des Messe EuroShop 2005, die derzeit in Düsseldorf stattfindet, mit. Damit ist der Ladendiebstahl durch Kunden die mit Abstand größte Verlustquelle der europäischen Einzelhändler. Die gesamten Bestandsverluste, die die europäischen Einzelhändler jährlich verbuchen müssen, liegen bei 27 Mrd. Euro. Nach dem Ladendiebstahl ist Diebstahl und Unterschlagung durch eigene Mitarbeiter mit 28,5 Prozent die zweithöchste Verlustquelle. Der Rest sei zu 16,9 Prozent auf betriebsinterne Fehler und zu 6,8 Prozent auf Diebstahl bzw. auf organisatorische Unzulänglichkeiten zurückzuführen, die auf das Konto von Lieferanten und Logistik-Dienstleistern gehen, heißt es weiter.
Das Thema Diebstahl sei ein durchaus internationales Problem, mit dem der Handel in allen Ländern zu kämpfen habe - allerdings gebe es durchaus länderspezifische Unterschiede: Besonders viele Langfinger treiben demnach auf der britischen Insel ihr Unwesen, dort liegt die durchschnittliche Verlustquote mit 1,69 Prozent deutlich über dem gesamteuropäischen Schnitt von 1,37 Prozent. Ebenfalls überdurchschnittlich viel geklaut wird in Griechenland (1,43 Prozent), in Frankreich (1,41 Prozent), in Finnland (1,44 Prozent) und in Norwegen (1,42 Prozent). Deutschland liegt mit 1,16 Prozent Verlustquote dagegen unter dem europäischen Durchschnitt. Den Daten zufolge geht es am ehrlichsten in der Schweiz zu: Hier lag die Verlustquote im vergangenen Jahr bei lediglich 0,89 Prozent.