1,6 Mio. Euro für VR-Offensive in Baden-Württemberg
Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst bringt das Animationsinstitut der Filmakademie Baden-Württemberg und die MFG Medien- und Filmgesellschaft zusammen, um eine neue VR-Initiative zu starten. Diese soll Studierende, Absolventen und junge Unternehmen nicht nur finanziell unterstützen, sondern ihnen auch Beratungsmöglichkeiten sowie betriebswirtschaftliches Know-How bieten. Das Ministerium stellt zu diesem Zweck rund 1,6 Millionen Euro.
Baden-Württemberg startet eine neue Offensive im Bereich Virtual Reality. Dafür stellt das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Stuttgart in den Jahren 2018 und 2019 über 1,6 Millionen Euro zur Verfügung. Die Initiative wird allerdings nicht nur finanzielle Unterstützung bieten, sondern auch Beratung und Coaching-Angebote. Sie richtet sich damit vor allem an Studierende, Absolventen und junge Start-ups. VirtualReality@BW entstand aus einer Kooperation des Ministeriums, der MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg und des Animationsinstituts der Filmakademie BW und wurde auf einer gemeinsamen Pressekonferenz am 17. September bekannt gegeben.
Petra Olschowski, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, sagte dazu auf der Pressekonferenz: "Mit erfolgreichen Kreativen und Oscar-prämierten Animationskünstlern hat sich Baden-Württemberg bereits international einen Namen gemacht im Bereich Animation, visuelle Effekte und Games. Mit unserer Virtual Reality-Offensive wollen wir das Land auch zu einem europaweit führenden Standort für VR ausbauen und international eine wichtige Rolle spielen."
Die VR-Initiative Baden-Württembergs setzt sich aus fünf Bausteinen zusammen. Die Filmakademie bietet seinen Studenten mit IP Now einjähriges Programm mit der Möglichkeit, innovative IP-Konzepte in den Bereichen Animation, VFX und Games um einen VR-Prototypen zu erweitern. In diesem Zusammenhang wird es auch spezielle, jährlich stattfindende IP-Masterclasses geben, bei denen IP-erfahrene Persönlichkeiten aus der Branche ihre Erfahrungen mit den Studenten teilen. Eine erste solche Masterclass findet vom 15. bis 19. Oktober statt.
Das bereits bestehende Programm VR Now, für das die Akademie mit dem MFG zusammenarbeitet, wird indessen weiter ausgebaut. Ab sofort wird auch betriebswirtschaftliches und unternehmerisches Know-How vermittelt, um bei der Gründung neuer Start-ups helfen. Den teilnehmenden Teams werden nunmehr auch Mittel zur Bestreitung des Lebensunterhalts zur Verfügung gestellt. Bewerbungen für die aktuelle Ausschreibung für VR Now Talentinitiative werden noch bis zum 1. Dezember auf animationsinstitut.de entgegengenommen.
"Mit der Talentförderinitiative VR NOW haben wir gemeinsam mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und der MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg ein solides Fundament für die Entwicklung von Virtual Reality-Prototypen gelegt", so Prof. Andreas Hykade, Leiter des Animationsinstituts. "Wir hoffen, damit in Baden-Württemberg einen Beitrag zu einer florierenden Start-Up-Szene im Bereich von VR-Anwendungen leisten zu können. Und mit der neuen Initiative IP NOW und unserem IP-Qualifizierungsprogramm wollen wir bereits im Studium die Studierenden bei der Umsetzung ihrer eigenen Ideen unterstützen und so die Weichen für die Entwicklung von Intellectual Property in den Bereichen Animation, VFX und VR legen."
Die MFG spricht mit seinem Förderprogramm Digital Content Funding (DFC) ebenfalls junge Unternehmen an und unterstützt damit Einzelprojekte von der Konzeptentwicklung bis zum Vertrieb. Der letzte Baustein der VR-Offensive Baden-Württembergs ist der Ideenwettbewerb "BW Goes Mobile-VR", für das ein 10.000 Euro hohes Preisgeld gestellt wird für die beste mobile Anwendung. Das Gewinnerteam erhält außerdem ein speziell zugeschnittenes Coaching-Programm, um die eingereichte Idee zu einem konkreten Konzept weiterzuentwickeln.
"Virtual Reality zählt zu den spannendsten technologischen Neuentwicklungen unserer Zeit", meint Prof. Carl Bergengruen, Geschäftsführer der MFG. "Unter Hochdruck werden jetzt überall innovative Anwendungen entwickelt, auch und gerade in Baden-Württemberg. Mit den Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst wird die MFG Baden-Württemberg in ihrem Förderprogramm Digital Content Funding künftig verstärkt junge Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft unterstützen, die die neuen Möglichkeiten im Bereich Virtual Reality für sich nutzen und innovativ umsetzen".
Auf den VR Experience Days am 6. und 7. November 2018 kann man sich die bereits durch VR NOW entstandenen Projekte anschauen.