Mit einen Rekordumsatz von 470 Mio. Mark (Vorjahr: 380 Mio.) hat Sony Computer Entertainment Deutschland (SCED) das Geschäftsjahr 98/99, das am 31. März endete, abgeschlossen. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen mit weiteren deutlichen Steigerungen.

Der Name SCED scheint in der Entertainmentbranche ein Synonym für ungebremstes Wachstum zu sein. Daran ließ auch Geschäftsführer Manfred Gerdes während der jüngsten Bilanzpressekonferenz keinen Zweifel aufkommen: "Im Geschäftsjahr 98/99 haben wir einen Umsatz von 470 Millionen Mark erwirtschaftet. Im laufenden Jahr planen wir ein Volumen von 650 Millionen Mark." Nach Warengruppen aufgeschlüsselt hat SCED 98/99 stolze 1,45 Millionen PlayStations, 2,65 Millionen Spiele-CDs und 1,9 Millionen Zubehörprodukte verkauft.

Der Gesamtmarkt für Videospielekonsolen legte laut Manfred Gerdes '98 in Deutschland um 24,8 Prozent zu. Im 32/64-bit-Segment halte Play-Station einen kumulierten Marktanteil von 75,9 Prozent. Dem Problem der Raubkopien will SCED ab sofort mit einem erfolgreich getesteten Kopierschutz begegnen, der sukzessive für alle SCE-Titel wirksam werde. Alle Third-Party-Publisher hätten die Möglichkeit, diesen Kopierschutz zu übernehmen. Auch zu den Absatzzielen für 99/2000 äußerte sich Gerdes: "Zwei Millionen Hardware-Units, zehn Millionen Spiele, inklusive Lizenzen, und vier Millionen Zubehörteile wollen wir absetzen." Dabei setzt SCED auf eine chartsorientierte Warenpräsentation am Point of Sale. Diese Form legt den Schwerpunkt auf Softwaretitel, die sich besonders erfolgreich verkaufen. Sie soll dem Kunden eine bessere Übersicht bei der Produktauswahl bieten und den Handel bei der Vermarktung unterstützen. Die bedeutendsten Absatzmittler für SCED waren im letzten Jahr der Spielwarenhandel mit einem Umsatzanteil von 32 Prozent, der PC-Handel (23 Prozent), der Großhandel/Videogames Einzelhandel (21 Prozent), Unterhaltungselektronik (20 Prozent) und der Großhandel/Videoverleih (vier Prozent).

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