Im Fall der enttarnten Downloadserver im September 2004 hat die Staatsanwaltschaft Mühlhausen jetzt gegen vier Tatverdächtige Anklage erhoben.

Im möglicherweise in Deutschland bis dato größten Verfahren gegen Internetpiraten wurde jetzt gegen vier Hauptbeschuldigte Anklage erhoben. Das berichtet die Staatsanwaltschaft Mühlhausen/Thüringen. Angeklagt sind u. a. zwei Brüder, die laut Staatsanwaltschaft über eine auf den British Virgin Islands gegründete Firma und über ein im Internet installiertes Abrechnungssystem Raubkopien verkauft haben sollen. Es seien von Juni 2003 bis September 2004 mehrere hundert Spielfilme, zirka 100 MP3-Audiodateien, 86 PC-Spiele sowie 29 Computerprogramme angeboten worden. Die Angeklagten hätten mit den Raubkopien einen Gewinn von über 600.000 Euro erzielt.

Ob die 117 Seiten umfassende Anklageschrift zugelassen wird, entscheidet das Landgericht Mühlhausen. Laut Staatsanwaltschaft seien rund 15.000 Kunden registriert gewesen, die sich die Raubkopien von verschiedenen Servern heruntergeladen hätten. Gegen einen Teil der Kunden wird ebenfalls ermittelt.

Der Fall war ins Rollen gekommen, nachdem die GVU anonyme Hinweise erhalten hatte. Mehr zum Thema

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By Pascal Wagner 2 min read