Acer plant Zukäufe
Dem Computerhersteller Acer reicht sein eigenes Wachstum nicht aus, sodass nun Zukäufe geplant werden. Vor allem der US-Markt soll verstärkt angegangen werden.
Um eine bessere Position auf dem internationalen Computermarkt zu erreichen, erwägt der taiwanesische Computerhersteller Acer Zukäufe. Wie Acer-Präsident Gianfranco Lanci in einem Interview mit der "Financial Times Deutschland" mitteilte, wolle man in Regionen etwas tun, "wo wir derzeit nicht stark sind". Während Acer laut Medienberichten in Europa derzeit die Nummer zwei hinter Hewlett Packard ist, rangiert das Unternehmen auf dem US-Markt nicht einmal unter den ersten fünf Marktteilnehmern. In Europa erwirtschaftet der Hersteller 50 Prozent seiner Erlöse, das Geschäft in den USA hingegen hat derzeit den geringsten Umsatzanteil. Als potenzielles Übernahmeziel wird der Computerhersteller Gateway gehandelt, der derzeit die Nummer drei auf dem US-Markt ist. Mit dem Erwerb würde Acer auch sein Portfolio im Bereich Desktop-PCs vergrößern.
Im Rennen um Marktanteile will Acer im ersten Halbjahr 2007 seinen chinesischen Konkurrenten Lenovo als weltweite Nummer drei ablösen. "Vielleicht überholen wir Lenovo schon im 1. Quartal. Auf jeden Fall schaffen wir das auch ohne einen Zukauf", sagte Lanci.
Der Acer-Präsident erwartet einen steigenden Konkurrenzdruck auf dem Markt, der eine Marktbereinigung zur Folge haben wird. Nur große Unternehmen mit Erlösen zwischen 15 und 20 Mrd. Dollar hätten eine Chance, diese zu überstehen. Für eine eventuelle Übernahme stünden 1,5 Mrd. Dollar in Barmitteln zur Verfügung. Darüber hinaus ist die Abstoßung von Unternehmensbeteiligungen geplant "Wir werden unseren Anteil an BenQ weiter reduzieren", so Lanci. Derzeit hält Acer noch vier Prozent des taiwanesischen Elektronikkonzerns.