Der Antisemitismusbeauftragte Dr. Felix Klein fördert die Erweiterung der digitalen Spiele-Datenbank "Games und Erinnerungskultur". Die Datenbank ist mit 28 neuen Einträgen zu Games mit erinnerungskultureller Relevanz erweitert worden. Zudem wird die Wichtigkeit moderner Ansätze für eine Erinnerungskultur hervorgehoben.

Die inhaltliche Erweiterung der kuratierten Online-Datenbank "Games und Erinnerungskultur" wird vom Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, Dr. Felix Klein, gefördert. Es stehen neue Textbeiträge und Videos zu 28 weiteren Spielen bereit, die sich mit der Zeit des Nationalsozialismus, Ereignissen der deutschen oder europäischen Geschichte sowie jüdischem Leben auseinandersetzen.

Zu den neu aufgenommenen Titeln gehören Spiele wie "The Last of Us Part II", technische Innovationen wie "Anne Frank House VR" und Serious Games wie "Hidden Codes". Texte und Videos, die die erinnerungskulturelle Bedeutung einordnen sollen, wurden von Mitgliedern des Arbeitskreises Geschichtswissenschaft und Digitale Spiele verfasst bzw. angefertigt.

Dr. Felix Klein: "Wir brauchen neue und moderne Ansätze für eine Erinnerungskultur, die direkt in die Lebenswelt der jungen Menschen integriert ist. Digitale Angebote wie Computerspiele sind dabei aus meiner Sicht ein sehr guter Ansatzpunkt, denn sie schaffen eine niederschwellige Möglichkeit, sich mit der NS-Zeit und Antisemitismus zu beschäftigen und bieten neue Zugangsmöglichkeiten, nicht nur Geschichte zu erleben, sondern auch eigene Einstellungen, Ansichten und Handlungen zu hinterfragen. Die Erweiterung der Datenbank ?Games und Erinnerungskultur' erleichtert es Institutionen der Erinnerungskultur und der Jugend- und Bildungsarbeit Computerspiele gezielt einzusetzen und so ein Zeichen im Kampf gegen Antisemitismus zu setzen. Die Unterstützung der Stiftung Digitale Spielekultur bei der Erweiterung ihrer Datenbank ist mir daher ein wichtiges Anliegen."

"Die Unterstützung von Dr. Felix Klein ist wichtiges Signal für die digitale Erinnerungskultur und das gesellschaftliche Potenzial von Games, für das ich mich herzlich bedanke", kommentiert Cigdem Uzunoglu, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Spielekultur, die Förderung durch den Bundesbeauftragten. "Neue digitale Wege zur Einordnung historischer Darstellungen und Ereignisse sind essenziell in einer Zeit, in der Themen wie der Nationalsozialismus oder die Shoa immer öfter relativiert werden. Mit Hilfe digitaler Spiele können wir als Gesellschaft besonders jüngeren Menschen einen zeitgemäßen Zugang zur Vergangenheit eröffnen."

Die Datenbank wurde am 24. Juni 2021 von der Stiftung Digitale Spielekultur im Anschluss an die Fachkonferenz "Erinnern mit Games" veröffentlicht, an der auch Dr. Felix Klein als Speaker teilnahm - zur Website "Games und Erinnerungskultur". Die Konferenz wurde von der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" (EVZ) und dem Deutschen Kulturrat gefördert. Große Teile des Online-Programms stehen als Streaming-Videos zum Abruf bereit.

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Marcel Kleffmann
Marcel Kleffmann is Chief of Content of GamesMarket and our B2B and B2C expert for hardware, market data, products and launch numbers with more than two decades of editorial experience.
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