Der wieder aufgeflammte Formatstreit hat sich auf die Marktforschungsebene ausgebreitet. Sowohl die Blu-ray Disc Association (BDA) als auch HD-DVD-Unterstützer Warner haben kürzlich die Ergebnisse von Umfragen präsentiert, in denen das jeweils eigene Next-Generation-Format in der Konsumentengunst vorne liegt.

Die Blu-ray Disc Association und das HD-DVD-Lager haben ihre Scharmützel nun auf die Marktforschung übertragen. In der vergangenen Woche wurden die Ergebnisse zweier Studien veröffentlicht, die die Blu-ray Disc Association (BDA) und HD-DVD-Unterstützer Warner bei unabhängigen Marktforschungsunternehmen in Auftrag gegeben haben. So führten Penn, Schoen and Berland Associates im Auftrag des Blu-ray-Lagers eine Umfrage unter 1200 Konsumenten durch, die sich zu 58 Prozent für das Blu-ray-Format aussprachen. Nur 16 Prozent würden dagegen der HD-DVD den Vorzug geben, 26 Prozent zeigten sich unentschlossen. Warner ließ sogar 3000 Konsumenten zu ihren High-Def-Vorlieben befragen - es mutet nicht wirklich überraschend an, dass sich das Ergebnis dieser Umfrage gravierend von der der BDA unterscheidet: Demnach würden 51 Prozent HD-DVD bevorzugen unter der Prämisse, dass innerhalb der kommenden sechs Monate ein konkurrierendes Format an den Start gehen würde. Auf die Blu-ray-Disc entfielen 24 Prozent, als unentschieden erwiesen sich 25 Prozent.

Die BDA will bei der Präsentation ihrer Umfrage darüber hinaus mit dem hohen Zuspruch seitens der Konsumenten für die breite Unterstützung ihres Formats punkten. Den Ergebnissen zufolge favorisierten 82 Prozent der Befragten die große Anzahl der Unternehmen aus der Unterhaltungselektronikindustrie, die sich für Blu-ray einsetzen. Für Mark Knox, Berater der HD-DVD Promotion Group, ist dies nichts anderes als simples Name Dropping. Die BDA verschweige der Öffentlichkeit, dass viele der aufgeführten Unternehmen der Blu-ray nicht exklusiv verbunden seien und weitere Engagements pflegten, die Sony nicht so gerne erwähne. "Wenn man danach geht, wer die meisten Logos auf seiner Power-Point-Präsentation hat, dann hat Sony definitiv gewonnen. Aber ich glaube nicht, dass dem so ist, weil das Format überlegen ist", sagte Knox dem Fachblatt "Home Media Retailing".

Beide Befragungen förderten jedoch einen klaren Trend zu Tage: Die Konsumenten sorgen sich vor allem hinsichtlich der Contentfrage. Der BDA-Umfrage zu Folge würden sich 20 Prozent der Befragten für die Blu-ray, die auf Studioseite von Sony, Disney, Touchstone, Miramax, Fox und MGM unterstützt wird, entscheiden. Für 13 Prozent wäre demnach die HD-DVD mit Content von Warner, Paramount, Universal, HBO und New Line interessanter. Der Löwenanteil mit 67 Prozent jedoch sieht sich hinsichtlich des uneinheitlichen Studiosupport zwischen den Formaten hin- und hergerissen. Warners Umfrage kam zu ähnlichen Ergebnissen: 45 Prozent der Konsumenten würden sich kein entsprechendes Abspielgerät zulegen, wenn es keinen einheitlichen Content für die Next-Generation-Formate geben sollte.

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