In der ersten Förderrunde des Jahres hat das medienboard Berlin-Brandenburg insgesamt 465.000 Euro für sieben Projekte bewilligt. Die höchste Summe bekam ein VR-Projekt, das den Nutzer zum Zuschauer der Wannsee-Konferenz macht und so wegweisend für die Geschichtsvermittlung sein könnte.

Das medienboard Berlin-Brandenburg hat die ersten Förderentscheidungen des Jahres im Bereich Innovative Audiovisuelle Inhalte getroffen. Für sieben Projekte wurde eine Förderung in Höhe von insgesamt 465.000 Euro bewilligt. Eingegangen waren 16 Anträge mit einem Volumen von 1,19 Mio. Euro. Die meisten bewilligten Projekte haben direkt oder indirekt mit VR zu tun.

"Life, Love & Tentacles VR" von Firepunchd Games erhielt 75.000 Euro für die Lovestory zwischen eines in einen Menschen verliebten Seemonsters, die in Form von Mini-Games inszeniert wurde. Lala Films erhielt wiederum 50.000 Euro für "Vonderland", für das ein Prototyp eines multi-sensorischen Virtual-Reality-Themenparks erstellt werden soll sowie ein 20-minütiges Multiplayer-Abenteuer. Bei "VR2: Vacate 2 Rooms" von hOshi, das mit 70.000 Euro gefördert wird, handelt es sich um ein Escape-Game für room-scale VR-Plattformen.

Für den Mobile-Bereich gedacht sind die Projekte "Ashta", eine Yoga-App für Kinder vom DCP-gewinner LudInc, die 60.000 Euro Förderung erhielt, sowie "Survival City" von Storm Chaser, das mit 50.000 Euro gefördert wurde und ein Survival-Game mit Zombie-Setting ist.

Last not least wurden zwei Projekte bedacht, die Anwender dank VR in andere Zeiten versetzt. "Babylon Beyond" von X Filme Creative Pool erhielt 60.000 Euro und ist eine VR-Anwendung, die ins schillernde Berlin der 20er Jahre entführt. Und mit 100.000 Euro die höchste Förderung geht an das Projekt "15+1", das den Zuschauer als Zeitzeuge im virtuellen Raum an den Tisch der sogenannten Wannsee-Konferenz setzt. Dort kann er basierend auf dem einzig existierenden Gedächtnisprotokoll 15 hochrangige Nazi-Funktionäre dabei beobachten, wie sie über die logistische Organisation der "Endlösung der Judenfrage" beraten.

"Neben der enorm großen Bandbreite der Einreichungen steht diese Förderrunde ganz im Zeichen von Virtual Reality. Über die Hälfte der Anträge und Projekte sind VR- und 360-Grad-Erlebnisse, diese Quote hatten wir noch nie. Es freut uns sehr, dass unsere Aktivitäten zur Stärkung des VR-Standorts Berlin-Brandenburg diesen innovativen Schub beschleunigen", so Helge Jürgens, Geschäftsführer Standortentwicklung beim medienboard.

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Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.