Blockbuster rutscht in die roten Zahlen
Die größte US-Videothekenkette Blockbuster hat für das zweite Quartal 2005 einen Nettoverlust von 57,2 Mio. Dollar oder 31 Cents je Aktie bilanziert. Der Wegfall der Nachgebühren wirkte sich massiv auf den Verleihumsatz des Unternehmens aus.
Blockbuster, größte US-Videothekenkette der USA, ist im zweiten Quartal 2005 tief in die roten Zahlen gerutscht. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, betrug der Nettoverlust 57,2 Mio. Dollar oder 31 Cents je Aktie nach einem Gewinn von 48,6 Mio. Dollar oder 27 Cents je Aktie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Gesamtumsatz ging im zweiten Quartal um 1,6 Prozent auf 1,4 Mrd. Dollar zurück. In der vergangenen Woche hatte Blockbuster bereits eine Gewinnwarnung herausgegeben und bezog sich dabei auf die allgemeine Sättigung des DVD-Marktes und das anhaltend schwache Boxoffice in den USA. Einen großen Einfluss auf den Umsatz des Branchenprimus hatte jedoch auch der Wegfall der Nachgebühren. Um diesen Faktor bereinigt, stieg der Verleihumsatz zwar um neun Prozent, der gesamte Umsatz aus dem Verleihgeschäft, der 73 Prozent des Konzernumsatzes repräsentiert, ging jedoch um fünf Prozent auf 1,02 Mrd. Dollar zurück. Alleine durch den Wegfall der Nachgebühren büßte Blockbuster 138 Mio. Dollar ein.
Das Kaufgeschäft lief dagegen besser: Hier stieg der Umsatz um 11,5 Prozent auf 360,4 Mio. Dollar. Für das Gesamtjahr 2005 bleibt Blockbuster bei seiner verhaltenen Prognose von vergangener Woche. Die anhaltende Schwäche des Verleihgeschäftes werde sich auch im dritten Quartal fortsetzen und sich negativ auf das Gesamtjahresergebnis auswirken, hieß es aus Dallas.