Mit der wachsenden Zahl schneller Internetverbindungen steht der Unterhaltungsindustrie ein neuer Vertriebskanal für ihre Produkte zur Verfügung. Auf einer Breitband-Konferenz in München wurden neue Geschäftsmodelle diskutiert.

Die wachsende Zahl breitbandiger Übertragungswege wird die Unterhaltungsindustrie verändern. "Entertainment erobert das Internet", sagte Burkhard Graßmann, Vorstand T-Online International AG, gestern auf der Konferenz "Breitband-Perspektiven" in München. Jetzt müssten für die Verbraucher neue interaktive Dienste wie Video on Demand bereitgestellt werden; Technik und Infrastruktur seien vorhanden. Bis 2008 rechnet Graßmann bei Breitband mit einer Haushaltspenetrationsrate von mehr als 30 Prozent. Chris Deering von Sony Computer Entertainment Europe versprach eine "next wave": Spielekonsolen würden über Breitband miteinander vernetzt und seien künftig "Plattformen für Content und Services". Prof. Dr. Thomas Hess von der Universität München sieht in Tauschbörsen auch Chancen für die Entertainmentbranche. Geschäftsmodelle wie Apples iTunes Music Store seien nichts anderes als Musiktauschbörsen mit Kontrollfunktion - nur mit dem Unterschied, dass damit Geld verdient werde. Gleichzeitig warnte er die Medienunternehmen davor, an ihren klassischen Geschäftsmodellen festzuhalten, denn "diese werden nicht mehr funktionieren". Dr. Youngmin Chin von Korea Telecom aus Seoul zeigte, welche wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Bedeutung Breitband in einer modernen Volkswirtschaft haben wird. In Südkorea verfügen 76 Prozent der Haushalte über einen Breitbandinternetzugang, so viele wie in keinem anderen Land der Welt.

Share this post

Written by

Games Done Quick Brings Speedrunning Marathon to gamescom
Tim Endres, Director gamescom at Koelnmesse / Stefan Heikhaus, Director of gamescom & Events at game - The German Games Industry Association © Koelnmesse / Dirk Mathesius/game

Games Done Quick Brings Speedrunning Marathon to gamescom

By Marcel Kleffmann 2 min read
A Brief History of The Deutscher Computerspielpreis
The refusal by Mimimi co-founder Dominik Abé to accept the DCP – pictured here with Jens Kosche, then managing director of EA Germany, and Studio Fizbin founder Mareike Ottrand – is still regarded today as the biggest DCP scandal | Archive photo: DCP/Getty Images for Quinke Networks

A Brief History of The Deutscher Computerspielpreis

By Stephan Steininger 4 min read