Neueinstellungen, höhere Investitionen, höhere Kosten aber vor allem auch mehr Gewinn - die britischen Spieleentwickler rechnen mit einer insgesamt sehr positiven Entwicklung 2017. Das geht aus einer Umfrage des Developerverbands TIGA hervor.

"Der UK Videospielentwicklungs- und Digital-Publishing-Sektor ist auf Wachstum 2017 eingestellt." So kommentiert Dr. Richard Wilson, Geschäftsführer des TIGA, die Ergebnisse der jüngsten Branchenumfrage des britischen Entwicklerverbands. 88 Prozent aller Unternehmen, die an der Umfrage teilnahmen, wollen im Jahresverlauf neue Jobs schaffen. 50 Prozent sehen die Rahmenbedingungen für Investitionen optimistisch. Und 64 Prozent rechnen mit steigenden Unternehmensgewinnen.

Doch neben der grundsätzlich optimistischen Haltung sehen die britischen Entwickler auch Risiken und negative Faktoren. So glauben 70 Prozent aller Umfrageteilnehmer auch, dass die Betriebskosten im laufenden Jahr steigen. Und auf die Frage welche Hindernisse die Geschäftsentwicklung am stärksten beeinträchtigen verwiesen jeweils 34 Prozent auf den limitierten Zugang zu Finanzierungsmitteln sowie die eingeschränkte Sichtbarkeit bspw. in den App Stores.

Verbandschef Wilson macht für die grundsätzlich positive Prognose unter anderem auch die Steuervergünstigungen für britische Spieleproduktionen verantwortlich, die 2014 auch auf Bestreben des TIGA in UK eingeführt wurden. Sie würden laut Wilson Kosten und Risiken der Spieleentwicklung effektiv reduzieren und Investments und die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Spielebranche incentivieren. Laut TIGA würden zwischen 2016 und 2020 nur wegen dieser Maßnahme 2800 neue Jobs in der Spieleentwicklung geschaffen sowie über 330 Mio. Pfund an Investitionen getätigt.

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Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.
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