Bund gibt Geld und grünes Licht für größte Games-Sammlung der Welt
Es ist ein kulturelles Leuchtturmprojekt: In Deutschland entsteht die größte Gamessammlung der Welt und zwar auf Beschluss und mit Hilfe des Bundes. Dazu werden unter anderem die Bestände des Computerspielmuseums, der USK, des DIGAREC und der Zentral- und Landesbibliothek Berlin zusammengelegt.
Wenn nach der Aufnahme erst des GAME und dann des BIUs in den Deutschen Kulturrat noch Zweifel bestanden, ob Games wirklich ein Kulturgut sind, spätestens jetzt sind sie beseitigt. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat die Realisierung der weltweit größten Sammlung von Computer- und Videospielen beschlossen. Ab 2017 werden hierfür sogar Gelder vom Bund bereitgestellt. In zwei Stufen sollen die Bestände des Computerspielmuseums und der USK sowie der Computerspielsammlungen des Zentrums für Computerspielforschung der Universität Potsdam (DIGAREC) und der Zentral- und Landesbibliothek Berlin zusammengelegt werden. 2017 soll zunächst eine gemeinsame Datenbank geschaffen und öffentlich gemacht werden, später sollen die Sammlugen an einem Standort zusammengeführt werden. Organisiert und koordiniert wird das Ganze von der Stiftung Digitale Spielkultur.
"Wir freuen uns über dieses wichtige Zeichen des Deutschen Bundestages für die Bewahrung digitaler Spiele als wichtiges Kulturgut und danken insbesondere dem Haushaltsausschuss für sein Engagement", heißt es in der Presseerklärung von den vier Initiatoren Andreas Lange (Computerspielemuseum), Felix Falk (USK), Michael Liebe (DIGAREC) und Peter Tscherne (Stiftung Digitale Spielekultur). Und die die zuständigen Berichterstatter Johannes Kahrs (SPD) und Rüdiger Kruse (CDU) ergänzen: "Die Computerspielesammlung wird mit ihrem weltweit einzigartigen Bestand und der Expertise seiner Initiatoren zu einem international beachteten Leuchtturm für das Kulturgut Computerspiele werden. Der Deutsche Bundestag unterstreicht mit seiner Unterstützung die große Bedeutung der Bewahrung dieses kulturellen Erbes auch mit Blick auf den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Deutschland. Die Räume der Alten Münze in Berlin wären für eine solche Sammlung beispielsweise ein wunderbarer Standort."