Clinton fordert neue Studien
Während die ESA gegen Minnesota vor Gericht geht, bahnt sich bereits der nächste Rechtsstreit an. Auch in Louisiana steht eins der so genannten Antigamesgesetze kurz vor seiner Verabschiedung. Unterdessen fordert Hillary Clinton staatlich finanzierte Studien über die Auswirkungen der Mediennutzung auf Kids.
Die US-Spielebranche - an vorderster Front der Publisherverband ESA - kommt nicht zur Ruhe. Erst vor wenigen Tagen reichte man gegen ein Gesetz Klage ein, das in Minnesota Kinder und Jugendliche mit einem Bußgeld von 25 Dollar belegen soll, falls diese Erwachsenenspiele kaufen oder leihen. Und schon zeichnet sich der nächste Rechtsstreit ab. In Louisiana verabschiedete der Senat einen Gesetzesvorschlag, der für den Verkauf von nicht geeigneten Spielen an Kinder und Jugendliche Geldstrafen von bis zu 2000 Dollar und bis zu zwölf Monate Haft vorsieht. Eine Klage der ESA gegen das Gesetz gilt als sicher, zumal die Erfolgsaussichten sehr gut sind. In den letzten fünf Jahren hat die ESA sechs Mal vor Gericht gegen ähnliche Gesetze gewonnen, unter anderem in Minnesota. Dass die gerichtlichen Siege die gameskritischen Politiker wenig beeindruckt, zeigt das oben beschriebene Gerichtsverfahren. Da der Versuch, den Verkauf unter Strafe zu stellen, scheiterte, nahm man kurzerhand die Käufer ins Visier.
Ärger droht der Branche aber auch auf Landesebene. New Yorks Senatorin Hillary Clinton forderte in einer Rede vor der New America Foundation staatliche Mittel zur Finanzierung von Studien über den Einfluss von Medien auf die Entwicklung von Kinder. Ohne gesicherte Erkenntnisse sei Erziehung ein "großes Experiment mit unserer Kindern". Anschließend drückte sie ihre Hoffnung aus, dass der Kongress einem von ihr und Jo Lieberman, Senator aus Connecticut, auf den Weg gebrachten Gesetzentwurf zustimmt. Auch dieses Vorhaben stellt den Verkauf gewaltdarstellender Spiele an Minderjährige unter Strafe. Mit dem Unterschied, dass dieses Gesetz landesweit gelten soll.