“Confoederatio Ludens” erforscht Geschichte der Schweizer Spieleentwicklung
Mit dem interdisziplinären Forschungsprojekt "Confoederatio Ludens" an der Hochschule der Künste Bern wollen vier Fachrichtungen über die nächsten vier Jahre die Geschichte der Spieleentwicklung in der Schweiz aufarbeiten. Das vom Schweizer Nationalfonds geförderte Projekt nahm diesen Februar die Arbeit auf.
An der Berner Fachhochschule startete im Februar das Forschungsprojekt “Confoederatio Ludens: Swiss History of Games, Play and Game Design 1968-2000”, das die Geschichte der Schweiz als Videospielentwicklungs-Land aufarbeiten soll. Das unter der Förderung des Kollaborativ-Fonds Sinergia des Schweizerischen Nationalfonds stehende Projekt versammelt ein interdisziplinäres Team aus Forscher:innen von vier Hochschulen. Es steht unter der Leitung von Eugen Pfister der FSP Kommunikationsdesign Hochschule der Künste Bern Berner Fachhochschule, Tobias Hodel aus den Digital Humanities am Walter Benjamin Kolleg der Universität Bern, Mela Kocher vom Departement Design der Zürcher Hochschule der Künste und Yannick Rochat von der Section Sciences du Langage et de l'Informa Lettres an der Université de Lausanne. Als Mitarbeitende beteiligt sind diverse namhafte Game-Studies-Forschende des deutschsprachigen Raums, darunter Arno Görgen, Beat Suter und Aurelia Brandenburg. Die Arbeit begann zum 02.02.2023 mit einem Kickoff-Workshop in Bern. “Confoerederatio Ludens” läuft bis Januar 2027 und wird von der Schweiz über die Laufzeit mit umgerechnet ca. 3.194.000 Euro gefördert.
Wie das Abstract des Projektantrags erklärt: “Confoederatio Ludens wird ein wichtiger Schritt sein, um nicht nur das Bewusstsein für eine ‘andere Schweiz’ zu schärfen, die in einer sich entwickelnden, völlig ignorierten Spiele-’Industrie’ vertreten ist. Unser Ziel ist es auch, kritisch zu hinterfragen, ob man von einer eigenständigen Schweizer Spielkultur und einem Schweizer Spieldesign sprechen kann, oder ob wir es mit unterschiedlichen (sprachlichen) regionalen und transnationalen Spielkulturen in der Zeit zwischen 1968 und 2000 zu tun haben. Gab es eine Schweiz, die spielte? Oder entwickelten sich eigenständige Spiel(entwicklungs)kulturen in der Deutschschweiz, in der Westschweiz, in der italienischen Schweiz und vielleicht sogar in Graubünden.”