Am 31. August werden zum dritten Mal die "Develop Industry Excellence Awards" verliehen. Die Chancen für einen deutschen Preisträger stehen gut: Crytek ist insgesamt fünfmal, Robotee zweimal nominiert.

Lange Jahre galt die deutsche Entwicklerszene als international kaum konkurrenzfähig. Doch bereits zu Beginn des Jahres zeichnete sich in den deutschen Media-Control -Charts eine grundlegende Veränderung ab: Im Bereich PC setzten sich die Top Ten überwiegend aus Spielen "made in Germany" zusammen. Und auch bei der anschließenden internationalen Vermarktung zeigte sich, dass Spiele wie "Far Cry" oder "Singles - Flirt Up Your Life!" sich auch in anderen Ländern gegen die Konkurrenz durchsetzen und nicht nur Beachtung, sondern auch Käufer finden. Bei einer derartigen Erfolgswelle verwundert es auch nicht, dass nun immer mehr Jurymitglieder verschiedenster Award-Veranstaltungen dem Votum vieler Konsumenten folgen. Als aktuelles Beispiel dienen derzeit vor allem die "Develop Industry Excellence Awards", der wohl wichtigste europäische Preis für Spieleentwickler. So finden sich gleich zwei deutsche Entwickler unter den Finalisten für die insgesamt 18 Kategorien.

Natürlich ist noch nicht absehbar, ob die 50-köpfige Jury sich am Ende auch tatsächlich für Crytek oder Robotee entscheiden wird und die Deutschen am 31. August jubeln können, die Chancen stehen allerdings nicht schlecht. Immerhin ist Crytek in fünf (New Euro Studio, Independent Developer, New PC IP, Use of Online und Art and Sound) und Robotee in zwei Kategorien (New Euro Studio und New PC IP) nominiert. Einfach wird es dennoch nicht. Zudem treten die beiden deutschen Vertreter in zwei Kategorien auch gegeneinander an. Die besten Chancen bestehen im Bereich New Euro Studio. Dort steht neben Robotee und Crytek mit People Can Fly nur noch ein weiterer Entwickler auf der Nominierungsliste. In den anderen Kategorien haben es die beiden Firmen mit echten Branchengrößen zu tun. So sind in der Kategorie Art and Sound neben Crytek unter anderem auch Sony Computer Entertainment Europe für "SingStar/ EyeToy", Rockstar North für "Manhunt", Ubisoft für "Beyond Good & Evil/ XIII" und Rare für "Grabbed By The Ghoulies" nominiert.

Neben den zahlreichen Awards für die aktuellen Kreativleistungen wird es in diesem Jahr außerdem erstmals den so genannten The Development Legend Award geben, der eine herausragende Persönlichkeit der Entwicklerbranche honorieren soll. Hier wurden drei Finalisten vorgestellt: Michel Ancel, der Schöpfer von "Rayman", Jeff Minter, einer der kreativsten Spieleentwickler der 80er Jahre, und Peter Molyneux, dessen Name auf einer Nominierungsliste eigentlich ebenso wenig wie auf jeder hochkarätigen Seminarliste fehlen darf.

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