Das erste Jahr des game
Von der Gründung über die Förderung bis zur Integration der devcom als eigene Tochter - schon im ersten Jahr hat der game - Verband der deutschen Games-Branche viel bewegt. Die wichtigsten Ereignisse im Überblick.
29.Januar
Ende Januar gründen die Mitglieder von BIU und G.A.M.E. den game - Verband der deutschen Games-Branche in Berlin. Zum Vorstand werden Jens Kosche, Linda Kruse, Lars Janssen, Stefan Marcinek und Ralf Wirsing gewählt. Wirsing übernimmt den Vorsitz, Kruse wird stellvertretende Vorsitzende. Geschäftsführer wird Felix Falk.
Nur wenige Tage nach der Gründung einigt sich die Arbeitsgruppe "Digitales" bei den Koalitionsverhandlungen darauf, eSport-Anerkennung und Gamesförderung in das Papier aufzunehmen. Drei Tage später sind beide Punkte im Entwurf des Koalitionsvertrags verankert. Ein erster, großer Erfolg für den game
Erstmals werden die game Sales Awards verliehen. Sie sind die Nachfolger der BIU Sales Awards. Am gleichen Tag bestätigt der Verband, dass es erneut einen deutschen Gemeinschaftsstand auf der Tokyo Game Show geben wird.
Der game lädt Politik und Wirtschaft im Rahmen des #gamechanger-Events ein. 170 Gäste kommen und machen die Diskussionsrunde erfolgreich.
Nach den kritischen Äußerungen von DFB und DOSB zur eSport-Anerkennung plädiert der game für mehr Miteinander in der Diskussion über den eSport.
Neben Digitalministerin Dorothee Bär sagt auch Dr. Markus Söder seine Teilnahme beim Deutschen Computerspielpreis in München zu. Es ist das erste Mal, dass ein bayerischer Ministerpräsident an der Veranstaltung teilnimmt.
Der game legt die Marktdaten für 2017 vor. Mit 3,3 Milliarden Euro Volumen erreicht der deutsche Gamesmarkt einen neuen Höchststand. Im Jahresvergleich stieg der Umsatz um 15 Prozent.
Auf der gamesweek konkretisiert der game seine Forderungen nach einer Förderung und legt einen ausgearbeiteten Vorschlag für einen 50-Millionen-Euro-schweren Deutschen Game-Fonds vor.
In einem offenen Brief lädt der game IOC-Präsident Thomas Bach zur gamescom 2018 nach Köln ein, um einen vorurteilsfreien Dialog zum Thema eSport zu starten. Bach kommt zwar nicht zur gamescom dafür wird der game zum IOC Forum zum Thema eSport eingeladen.
Der game gründet den ersten Regionalverband in Rheinland-Pfalz. In den kommenden Wochen und Monaten folgen zahlreiche weitere regionale Vertretungen. Ziel ist, auf auf Landesebene stärker in den Dialog mit der Politik zu treten.
2.August
Der Verband legt neue Daten zur Mitarbeiterentwicklung in der Branche vor. Nach Jahren des Stellenabbaus dreht die Entwicklung wieder ins Plus.
Im Vorfeld der gamescom zieht der Verband eine Halbjahresbilanz zum deutschen Spielemarkt. Der entwickelt sich weiter positiv. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 17 Prozent in den ersten sechs Monaten 2018.
Die gamescom, eine Marke des game, schließt mit beeindruckenden Zahlen: 370.000 Besucher, 31.200 Fachbesucher, 1037 Aussteller.
27.August
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel empfängt beim Tag der offenen Tür mit Dorothee Bär Felix Falk im Kanzleramt.
Das Auswärtige Amt definiert eSport im neuen Visumhandbuch als "Veranstaltung mit sportlichem Charakter", was ausländischen eSportlern die kurzzeitige Einreise zu Events erleichtert. Der game begrüßt die Regelung, fordert aber eine Umsetzung der im Koalitionsvertrag festgelegten Anerkennung.
Der Deutsche Olympische Sportbund erteilt der Anerkennung von eSport als Sport eine überdeutliche Absage. Der game kritisiert die Positionierung.
Gut eine Woche nachdem Games Bavaria Munich ein Zehn-Punkte-Programm vorlegte, hat auch game Hamburg als erste Regionalvertretung des Verbands Forderungen an die Landespolitik aufgestellt.
Der Bundestag verankert 50 Millionen Euro für eine Spieleförderung im Bundeshaushalt. Damit nimmt eine zentrale Forderung des game, die Spieleförderung auf Bundesebene, immer konkretere Formen an.
Eine Delegation des europäischen Games-Verbands ISFE, dem auch der game angehört, besucht den Deutschen Bundestag.
Der Verband will ab 2019 die gamescom-begleitende Entwicklerkonferenz devcom selbst organisieren und gründet dazu die Tochtergesellschaft, die devcom GmbH.
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