Nach dem Eklat beim DCP bat GamesMarkt die Ausrichter um Stellungnahmen. GAME und BIU äußerten sich inzwischen ganz generell und mit klarem Blick nach vorne. Immerhin thematisierte der GAME auch die von ihm angemahnten Unstimmigkeiten.

Nach dem Eklat ist vor dem nächsten Preis. In ihren offiziellen Stellungnahmen zum DCP richten BIU und GAME den Blick vor allem nach vorne. Der BIU blendete den Eklat rund um Mimimi und die Unstimmigkeiten bei der Jurysitzung fast vollkommen aus. Der GAME-Veband thematisierte sie immerhin, schließlich war es auch der GAME, der die Unregelmäßigkeiten anmahnte. Von Seiten der Stiftung Digitale Spielkultur, die den Preis im Auftrag der Ausrichter veranstaltet, gab es auf Anfrage von GamesMarkt keine Stellungnahme. Dort verwies man auf die Stellungnahmen der Ausrichter. Von Seiten des Büros der Juryvorsitzenden und parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Dorothee Bär, gab es bis dato keine Antwort auf die Frage nach einer Stellungnahme.

Die Stellungnahme des BIU im Wortlaut: "Der Deutsche Computerspielpreis hat sich in den vergangenen Jahren großartig entwickelt. Das zeigt nicht zuletzt die sehr erfolgreiche Gala in diesem Jahr. Der BIU - Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware steht hinter der Jury und ihren Entscheidungen. Alle Fragen zur zukünftigen Weiterentwicklung des Deutschen Computerspielpreises werden wir gemeinsam mit den beiden weiteren Ausrichtern in den kommenden Monaten partnerschaftlich beraten."

Die Stellungnahme des GAME im Wortlaut: "Der Deutsche Computerspielpreis ist unlängst durch Unstimmigkeiten während der Hauptjurysitzung negativ aufgefallen. In den meisten Kategorien fehlten bei der Auszählung Stimmen. Da keine Enthaltungen oder Abwesenheiten gezählt wurden, konnte deren Verbleib nicht festgestellt werden. Bei drei Kategorien ist dies aus Gründen der jeweils knappen und somit entscheidenden Mehrheiten relevant.

Diese Unstimmigkeiten waren den Ausrichtern bewusst. Die während der Jurysitzung anwesenden Vertreter des Bundesverbands der deutschen Games-Branche e.V. (GAME) haben noch während der Sitzung Initiative ergriffen und proaktiv auf die Diskrepanzen während der Wahl hingewiesen und auf eine schnelle und unkomplizierte Lösung des Problems hingearbeitet. Es konnte jedoch bis heute keine Einigung zwischen den Ausrichtern erzielt werden.

Der GAME wird auch weiterhin in Kooperation mit den anderen Ausrichtern maßgeblich daran mitarbeiten, den Deutschen Computerspielpreis in Zukunft weiter zu unterstützen und zu verbessern."

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Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.
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