Deutschsprachige Piratenjäger intensivieren Zusammenarbeit
Die deutsche GVU, die österreichische VAP und die Schweizer Antipiraterie-Organisation SAFE wollen künftig noch enger bei Ermittlungen und bei Verfahren mit grenzüberschreitendem Charakter zusammenarbeiten.
Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU), der österreichische "Verein für Anti-Piraterie der Film- und Videobranche" (VAP) und die Schweizerische Vereinigung zur Bekämpfung der Piraterie (SAFE) haben auf einer Strategietagung im bayerischen Schliersee eine weitere Intensivierung ihrer Zusammenarbeit vereinbart. Wie die drei deutschsprachigen Antipiraterie-Organisationen mitteilen, stehe vor allem die Problematik der grenznahen Märkte und Shopping-Center, insbesondere Tschechiens, im Mittelpunkt. Aber auch der umfassende Austausch von Erkenntnissen in Fällen der grenzüberschreitenden Serverpiraterie sei Gegenstand dieser Vereinbarung. So sei verstärkt festzustellen, dass die Quelle für illegales Material oft in einem der drei deutschsprachigen Länder liegt, die Verbreitung jedoch zumeist auch in einem anderen Land erfolgt.
Die Piratenjäger wollen jedoch weiterhin ihre Tätigkeit auf die Ermittlung der Quellen und die Verfolgung von Personen richten, die an den Schlüsselstellen der illegalen Verbreitung tätig sind. Flächendeckende Massenverfahren gegen einzelne Personen seien nach wie vor nicht Teil der Strategie von GVU, VAP und SAFE.
"Mit der verstärkten Zusammenarbeit werden wir noch schlagkräftiger gegen Raubkopien vorgehen können und dem Motto 'Qualität statt Quantität' nun grenzüberschreitend zu noch mehr Gewicht verhelfen", sagte Christian Sommer, Vorstandsvorsitzender GVU.