Was, wenn der Kalte Krieg im Schicksalsjahr 1989 tatsächlich entbrannt und Europa sowie Nordamerika Schauplätze eines globalen Konflikts zwischen den beiden Supermächten von einst geworden wären? Ein spannendes alternatives Kriegsszenario, wie es Vivendi Games allen Echtzeitstrategiefans mit "World in Conflict" Ende September vorstellen möchte.

Letzten Endes weiß niemand so recht, was geschehen wäre, wenn vor rund 20 Jahren alles anders gelaufen und die Rote Armee tatsächlich mit einem offensiven Vorstoß in Europa eingefallen wäre. Schließlich köchelte der Systemkonflikt zwischen den USA und der Sowjetunion bekanntlich nur auf "kalter" Flamme und konnte friedlich beigelegt werden. Weil der Konjunktiv allerdings die schönsten Ideen birgt, zeigt Vivendi Games allen PC-Spielern mit "World In Conflict", wie ein solches Kriegsszenario womöglich ausgesehen hätte.

In diesem neuen potenziellen Echtzeitstrategieknüller gilt es, wahlweise Partei für die Vereinigten Staaten oder die UdSSR zu ergreifen und deren Luftwaffe, Infanterie, Panzer und Pioniere in den Kampf zu führen. Dabei finden die 14 umfangreichen und actionlastigen Missionen der Einzelspielerkampagne sowie die Mehrspielerschlachten auch auf den jeweiligen Territorien der kriegsbeteiligten Nationen statt.

Auch für Zerstörungswütige

Das Leveldesign wurde den optischen Charakteristika der einzelnen Länder selbstverständlich komplett angepasst, sodass sich alle Örtlichkeiten auch schnell zuordnen lassen. Große Mühe haben sich die schwedischen Entwickler von Massive Entertainment - die übrigens schon für die erfolgreiche "Ground Control"-Reihe verantwortlich waren - vor allem hinsichtlich Interaktivität und Zerstörbarkeit der Kriegsschauplätze gegeben.

So fallen Wälder schnell den massiven Feuergefechten zum Opfer und brennen bis zum Baumstumpf nieder. Betonbauten stürzen sehr realitätsnah ein, und auch Autos lassen sich von Panzern einfach überrollen und zu Sardinenbüchsen verarbeiten. Zusätzlich sollen Wind und Wetter das Spielgeschehen beeinflussen können.

Jeder muss heutzutage sparen

Als eines der ersten Spiele profitiert "World in Conflict" von der DirectX-10-Unterstützung. Aber selbst ohne diese neue Multimedia-Architektur macht der Strategietitel dank der MassTech-Engine eine ausgezeichnete Figur: Gestochen scharfe und abwechslungsreiche Texturen zieren flächendeckend das Bild. Eine zoombare 360-Grad-Rundumsicht sorgt nicht nur für den nötigen Überblick, auch soll der Strategiefan so noch tiefer ins Spielgeschehen hineingezogen werden.

Bevor es aber überhaupt einmal losgehen und der Spieler in die Schlacht ziehen kann, müssen erst die dafür passenden Einheiten ausgewählt werden. Ein begrenztes finanzielles Budget (das bei etwaigen Verlusten wieder gutgeschrieben wird) sorgt dafür, dass in den Gefechten eine gewisse Balance herrscht - mit Blick auf den Mehrspielermodus sicherlich eine sehr sinnvolle Sache. Auf diese Weise kann auch während der Gefechte wieder neue Verstärkung angefordert werden, ohne die Spielmechanik zu überladen.

Der eSport ruft

Da der lästige Basenbau gänzlich entfällt, kann sich der Spieler zudem besser auf die strategische Komponente konzentrieren. Zumal auf diese Weise des Weiteren der Drop-in-Multiplayer gewährleistet wird, der es Nutzern ermöglicht, sich laufenden Mehrspielerpartien anzuschließen. Diese sind übrigens mit den drei verschiedenen Spielmodi, wie etwa "Domination", "Assault" und "Tug of War", äußerst üppig ausgefallen und unterstützen bis zu 16 Teilnehmer gleichzeitig - ob im LAN oder online.

Und gerade hier sollen auf lange Sicht die Stärken von "World in Conflict" zur Geltung kommen. Zahlreiche Kooperationen mit entsprechenden eSport-Anlaufstellen sind bereits in vollem Gange.

Magnus Jansén, Lead-Game-Designer

» Inwiefern hebt sich "World in Conflict" von der grauen Echtzeitstrategiemasse ab?

Einige der wesentlichen Merkmale, die den Titel von den meisten anderen Echtzeitstrategietiteln deutlich unterscheiden, sind der besondere Fokus auf die Kampfhandlungen, der Drop-in-Mehrspielermodus, das umfangreiche sowie komplexe Teamplay und die frei schwenkbare Kamera. Es ist ein rasantes Spiel, das die Akzente nicht auf den Basenbau setzt oder auf die Beschaffung von notwendigen Rohstoffen, um zu Beginn des Spiels eine Armee aufzubauen. Vielmehr geht es während der Gefechte um Können, Taktik und Teamplay.

» Weswegen spricht der Titel gerade Mehrspieler besonders an, und welche Maßnahmen sind geplant um ihn im Bereich eSport erfolgreich zu positionieren?

Clans profitieren von der anspruchsvollen Spielmechanik und können ihrem ambitionierten Training nachgehen, um ihr Team an die Spitze der Ranglisten zu führen. Aber auch Einsteiger können, ohne dem komplexen Spielverlauf folgen zu müssen, am gemeinsamen Erfolg ihrer Seite mitwirken. Viel Mühe haben wir uns dabei gegeben, eine komplexe und zugleich benutzerfreundliche Schnittstelle für Onlinematches anzubieten.

Herausgekommen ist der Massgate-Online-Client. Außerdem haben wir Partnerschaften mit der ESL sowie der CPL in die Wege geleitet. Wir haben uns sehr bemüht, den Anforderungen und Wünschen dieser eSport-Ligen zu entsprechen. Außerdem haben wir ein einzigartiges Broadcastingtool entwickelt, mit dem "World in Conflict"-Partien auf Großveranstaltungen und im Fernsehen übertragen werden können.

» Wie sah eigentlich die Zusammenarbeit mit Bestsellerautor Larry Bond aus?

Da wir sicherstellen wollten, ein möglichst plausibles und glaubwürdiges alternatives Kriegsszenario zu erschaffen, in dessen Folge die Sowjetunion Europa und die USA angreift, stand uns Larry Bond als Berater zur Seite. Seine Story wurde mit den Ideen unseren eigenen Schriftsteller und mehrerer weiterer Berater, wie beispielsweise Ed Zuckerman, ergänzt, woraufhin die Protagonisten sowie die Dialoge erstellt wurden.

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