Während der klassische Lebensmitteleinzelhandel 2004 im Umsatz stagnierte, konnten die Discounter - wenn auch nur in gedrosseltem Tempo - weiter zulegen, ergab eine ACNielsen-Studie.

Im letzten Jahr waren erneut die Discounter die Gewinner im Kampf um den Kunden, während der klassische Lebensmitteleinzelhandel (LEH) auf der Stelle tritt. So lautet das Resümee der Studie "Universen 2005 - Deutscher Handel kompakt" von ACNielsen. Demnach verzeichnete der LEH inklusive Aldi und Drogeriemärkte bei einem Volumen von 132,2 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr nur stagnierende Umsatzentwicklungen. Die Discounter inklusive Aldi konnten dagegen das Wachstum der letzten Jahre fortsetzen, jedoch nur in gedrosseltem Tempo. Das Umsatzplus betrug 2004 laut ACNielsen 2,3 Prozent. Mit der gestiegenen Anzahl der Verkaufsstellen hat demnach der Wettbewerb unter den Discountern zugenommen, was vor allem zu Lasten von Aldi gehe: Der Branchenprimus sei mit neuen Filialen prozentual zwar stärker expandiert als die übrigen Discounter, musste jedoch beim Umsatz eine Stagnation verzeichnen, während die Wettbewerber mit deutlichen Zuwächsen aufwarten konnten.

Die Studie förderte auch Erkenntnisse zum Verbraucherverhalten zutage: Demnach haben sich 2004 mit einem Prozent die Ausgaben für Konsumgüter leicht erhöht. Im letzten Jahr gingen dabei bereits 92 Prozent der deutschen Haushalte mindestens einmal bei einem Discounter einkaufen, der nicht zur Aldi-Kette gehört, zwei Prozentpunkte mehr als noch im Vorjahr. Auch die durchschnittlichen Ausgaben je Haushalt kletterten in diesem Segment um rund fünf Prozent auf 684 Euro. Mit aktuell 19,1 Prozent konnten die Discounter (ohne Aldi) ihren Anteil an den Gesamtausgaben der Verbraucher vor allem zu Lasten der Supermärkte ausbauen.

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Felix Falk, Managing Director game - The German Games Industry Association | Picture: Dirk Mathesius

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By Stephan Steininger 2 min read