Durchwachsene Bilanz für Metro
Rote und schwarze Zahlen haben die Metro AG und ihre Töchter Media-Saturn und Kaufhof für das 1. Quartal bilanziert. Während sich das Auslandsgeschäft gut entwickelt, kriselt es auf dem deutschen Markt.
Die Metro AG hat im 1. Quartal 2002 mehr Waren abgesetzt als im Vorjahr, Gewinne erwirtschaftete das Unternehmen in diesem Zeitraum aber nicht. In den ersten drei Monaten dieses Jahres verbuchte der Konzern einen Umsatz von 11,82 Mrd. Euro und damit 5,2 Prozent mehr als im gleichen Vorjahresquartal.
Allerdings schlug beim Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern (EBIT) ein Minus von 5,9 Mio. Euro zu Buche. In den ersten drei Monaten des Fiskaljahrs 2001 hatte das Unternehmen noch einen satten Gewinn in Höhe von 13,7 Mio. Euro erwirtschaftet. Nach Angaben von Metro habe man sich im 1. Quartal 2002 dennoch besser entwickelt als Mitbewerber und im In- und Ausland Marktanteile gewonnen.
Das gelte auch für die Konzerntochter Media-Saturn. Die steigerte ihren Umsatz (In- und Ausland) von 1,99 auf 2,11 Mrd. Euro. In Deutschland blieb das Umsatzvolumen von Media-Saturn mit 1,36 Mrd. Euro aber um 1,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresquartals. Das sei auf Umsatzeinbrüche zurückzuführen, von denen im ersten Vierteljahr 2002 die gesamte Branche betroffen gewesen sei. Das EBIT der Media-Saturn-Gruppe fiel im Vergleich der beiden Quartale von 35,5 auf 26,7 Mio. Euro. Grund dafür seien Investitionen in den Ausbau des in- und ausländischen Vertriebsnetzes.
Die Kaufhof Warenhäuser hätten das zurückhaltende Konsumverhalten der Verbraucher in den ersten drei Monaten dieses Jahres besonders zu spüren bekommen. Zwar stieg der Gesamtumsatz dieser Metro-Vertriebslinie um 0,4 Prozent auf 910,2 Mio. Euro, in Deutschland aber ging ihr Umsatz um 6,1 Prozent 850,9 Mio. Euro zurück. Das EBIT sank gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal von 7,2 auf minus 7,3 Mio. Euro.