DVD-Umsatz legt um 80 Prozent zu
Fast 25 Prozent plus im Gesamtvideomarkt, 80 Prozent Zuwachs allein bei DVD - das ist die stolze Bilanz für das 1. Halbjahr 2002, die der Bundesverband Audiovisuelle Medien (BVV) jetzt vorlegen konnte.
Die deutsche Videoindustrie trotzt weiter der allgemeinen wirtschaftlichen Flaute. Mit einem Gesamtumsatz von 607 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2002 steigerte die Branche das Vorjahresergebnis um 24,2 Prozent. Wie der BVV anhand von GfK-Zahlen berichtet, wurden dadurch mit sechs Mio. Euro Filmabgabe zwei Mio. Euro mehr an die FFA überwiesen als im ersten Halbjahr 2001. Motor des fulminanten Wachstums war einmal mehr der Kaufmarkt mit einer Umsatzsteigerung um 34,4 Prozent auf 437,4 Mio. Euro. Im DVD-Segment konnten die Umsätze sogar um 80 Prozent auf 278,8 Mio. Euro gesteigert werden. Damit wurde der siebenprozentige Umsatzrückgang bei VHS auf 158,6 Mio. Euro mehr als kompensiert.
Die Disc gewinnt also sichtbar immer mehr die Oberhand: Annähernd zwei Drittel der Kaufmarktumsätze (63,7 Prozent) wurden bereits über DVD realisiert. Mehr als jede zweite verkaufte Einheit der insgesamt abgesetzten 27,2 Mio. Units war eine DVD (50,5 Prozent). Der Verleihmarkt konnte zwar nicht mit solch fulminanten Steigerungen aufwarten, erweist sich aber immer noch besser als sein Image: 169,6 Mio. Euro Umsatz bedeuteten einen Anstieg um vier Prozent und noch immer mehr als ein Viertel (28 Prozent) des gesamten Umsatzes der Videoindustrie.