E-Commerce europaweit weiter im Aufwind
2002 war das Jahr des E-Commerce. Der Onlineeinzelhandel hat nach jüngsten Daten Umsatzzuwächse von bis zu 60 Prozent erwirtschaften können. Deutschland verteidigt damit seine Spitzenposition als wichtigster Markt für E-Commerce in Europa.
Während der stationäre Einzelhandel im Jahr 2002 hohe Einbußen hinnehmen musste hat der Onlineeinzelhandel nach Angaben des Hauptverband des Deutschen Einzelhandels das zurückliegende Geschäftsjahr mit Umsatzzuwächsen von 60 Prozent abgeschlossen. Allein im Weihnachtsgeschäft seien im B2C-Bereich acht Mrd. Euro umgesetzt worden. Insgesamt belaufe sich der Umsatz mit E-Commerce - sowohl B2C als auch B2B - auf 48 Mrd. Euro.
Höchste Umsätze für deutschen Markt
Damit sei Deutschland vor Großbritannien der wichtigste europäische Markt. Führende Marktforschungsinstitute wie Forrester Research und GartnerG2 prognostizierten, dass Deutschland diese führende Stellung in den kommenden Jahren weiter ausbauen werde. Erster Indiz ist das vergangene Weihnachtsgeschäft: Fast zwei Drittel der deutschen Internetuser haben während der Weihnachtszeit ihre Einkäufe auch online getätigt. Das ermittelte eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts TNS emnid unter 1005 Internetnutzern.
Zwei der meistbesuchten Internetportale waren Amazon und eBay. Europaweit haben nach aktuellen Daten von Marktforscher Nielsen/ NetRatings 17,3 bzw. 16,9 Mio. Surfer den Onlinehändler und das Internetauktionshaus im Dezember 2002 besucht. Im Fall von Amazon entsprächen die 17,9 Mio. Besucher rund 23 Prozent der im Dezember aktiven Onlinegemeinde in den sieben berücksichtigten europäischen Ländern.
Die besondere Aktivität der deutschen User macht sich ebenfalls bemerkbar: Unter den Top Ten der europaweit meistbesuchten Onlineshops finden sich mit Otto, Tchibo, Quelle und Neckermann gleich vier deutsche Angebote.