Electronic Arts hat einen Umstrukturierungsplan angekündigt. Der Publisher wird ungefähr sechs Prozent der Belegschaft entlassen und zugleich die Büroflächen reduzieren. CEO Wilson möchte sich auf die Maximierung potenzieller Wachstumsmöglichkeiten konzentrieren.

Andrew Wilson, CEO von Electronic Arts, hat einen Stellenabbau und eine Umstrukturierung des Unternehmens angekündigt. Sechs Prozent der Belegschaft sind betroffen, etwa 780 Personen. Es ist die erste große Entlassungswelle bei einem führenden Gamesunternehmen in diesem Jahr. Im Tech-Bereich sind laut Reuters, basierend auf Informationen von Challenger, Gray & Christmas, in den ersten beiden Monaten dieses Jahres knapp 63.000 Personen entlassen worden, unter anderem bei Amazon, Google, Meta, Microsoft und ByteDance.

In einem Statement hebt Andrew Wilson hervor, dass sie sich auf "strategische Prioritäten" konzentrieren müssten. Gemeint sind Games und Erlebnisse, die riesige Online-Communities unterhalten, interaktive Geschichten in Form von Blockbustern und die Stärkung der Community ihrer Games mit sozialen und kreativen Tools. "Im Zuge der stärkeren Fokussierung unseres Portfolios trennen wir uns von Projekten, die nicht zu unserer Strategie passen, überdenken unseren Immobilienbestand und strukturieren einige unserer Teams um. Diese Entscheidungen werden sich voraussichtlich auf etwa sechs Prozent der Belegschaft unseres Unternehmens auswirken. Dies ist der schwierigste Teil, und wir arbeiten mit größter Sorgfalt und Respekt an diesem Prozess", schreibt Wilson. Es wird versucht, dass betroffene Mitarbeitende in andere Bereiche wechseln können oder Abfindungen und zusätzliche Leistungen erhalten werden. Die kommunikativen Prozesse dieser Entscheidungen haben in diesem Quartal begonnen und sollen bis Anfang des nächsten Geschäftsjahres andauern.

Es wurden keine konkreten Teams, Abteilungen und Standorte genannt, die betroffen sind. Da das Unternehmen im vergangenen Jahr fast 13.000 Mitarbeitende zählte, fallen wohl etwa 780 Stellen weg. Laut einem 8-K-Formular, das bei der US-Börsenaufsicht eingereicht wurde, beziffert Electronic Arts die Kosten der Umstrukturierung auf etwa 170 bis 200 Millionen Dollar, etwa 156 bis 184 Millionen Euro. Schon Anfang Februar hatte das Unternehmen laut Kotaku über 200 QA/Tester:innen von "Apex Legends" in Baton Rouge (Louisiana) entlassen. "Apex Legends Mobile" wurde eingestellt, ebenso wie ein Battlefield-Titel für mobile Geräte. Auch die Entwicklung eines neuen Titanfall-Titels für Einzelspieler:innen ist Gerüchten zufolge beendet worden.

Dennoch hebt Wilson hervor, dass das Unternehmen inmitten der makroökonomischen Unsicherheiten aus "einer Position der Stärke" agieren würde. "FIFA 23" sei auf dem besten Weg, der erfolgreichste Titel in der Geschichte der Franchise zu werden. "Apex Legends" sei nach dem Event zum vierten Jahrestag noch "stark" und "Die Sims" würden Fantasie und das Engagement der Community beflügeln.

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Marcel Kleffmann
Marcel Kleffmann is Chief of Content of GamesMarket and our B2B and B2C expert for hardware, market data, products and launch numbers with more than two decades of editorial experience.
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