Was, wenn es wirklich möglich wäre, ein Schlachtfeld noch während des Kampfs selbst umzugestalten? Welche strategischen Möglichkeiten würden sich hieraus ergeben, und wie würden die Soldaten auf das veränderte Terrain reagieren? Auf diese Fragen findet Activisions futuristischer Actiontitel "Fracture" interessante Antworten.

Es ist ein düsteres Szenario des späten 22. Jahrhunderts, das die Entwickler von LucasArts und Day 1 Studios in ihrem Third-Person-Shooter "Fracture" in Aussicht stellen. Im Zuge eines abrupten Abschmelzens der Polarkappen steht der größte Teil der globalen Landfläche unter Wasser. Die letzten Fleckchen Erde sind ein kostbares Gut geworden, und die Interessen der übrig gebliebenen Bevölkerung gehen stark auseinander.

Während sich die ehemalige US-Ostküste mit den Fragmenten Europas zur "Atlantic Alliance" zusammenschließt und ihr ganze Hoffnung in die Entwicklung der geophysischen Kybernetik steckt, sieht die "Republic of Pacifica", bestehend aus Asien und den Resten der US-Weststaaten, ihre einzige Überlebenschance in der Genforschung. Schon bald entwickelt sich der Konfrontationskurs beider Parteien zu einem wahren Desaster, und der Krieg um die Vorherrschaft in einer zersplitterten Welt entbrennt.

Sky's the Limit

Weil der Fantasie in diesem Science-Fiction-Epos keine Grenzen gesetzt sind, nimmt auch die Art der Kriegsführung im Jahr 2161 buchstäblich besondere Formen an. Dank einer neuen, hochentwickelten Waffentechnologie sind die Soldaten der Zukunft in der Lage, die Erdoberfläche auf Molekularebene nach Belieben zu verändern.

Durch Einsatz von speziellen Ultraschallgranaten lassen sich somit in Sekundenschnelle hohe Deckungen oder Schützengräben ausformen. Dieses dynamische Konzept des Terraforming auf Basis der "Havoc-Engine" eröffnet dem Spieler während seiner actiongeladenen Fronteinsätze völlig neue Möglichkeiten.

Veränderte Levelarchitektur

So bedient er sich in der Rolle des Elitesoldaten Mason Briggs beispielsweise tektonischer Granaten, um unpassierbare Hindernisse einfach zu unterlaufen. Auch praktisch: Wenn Briggs eine höher gelegene Ebene erreichen möchte, kann er punktuell Magmasäulen aus dem Boden schießen lassen, die ihn in Windeseile nach oben katapultieren.

Für den direkten Einsatz gegen die - übrigens äußerst glaubwürdig und intelligent agierenden - Computergegner eignet sich die futuristische Technologie ebenfalls. Sogenannte Vortexgranaten dematerialisieren an einer bestimmten Stelle den Untergrund und sorgen für einen verzehrenden und spektakulären Strudel, der nahe gelegene Objekte und Feinde erbarmungslos in den Abgrund reißt. Vielerorts wurden kleine Rätsel eingestreut, bei denen sich der Spieler das deformierbare Gelände zunutze macht.

Bombenstimmung

An einer Stelle muss Briggs herabrollenden Sprengkugeln ausweichen. Also gilt es, mithilfe der Granaten Deckungen aus dem Boden zu wölben, um die tödlichen Bälle abzulenken - der ultimative Härtetest für die ausgefeilte Physik-Engine. Aber auch optisch präsentiert sich "Fracture" voll auf der Höhe: Erstklassige Animationen, scharfe Texturen und realistische Lichteffekte heben den Shooter bereits in seiner frühen Vorabversion auf Next-Gen-Niveau.

Ergänzt wird die story- und actiongetriebene Einzelspielerkampagne von einem Split-Screen-Coop für bis zu zwei Spieler. Mehrspielerfreuden für bis zu 16 Kontrahenten sollen außerdem in den verschiedenen Onlinemodi aufkommen. Der Erscheinungstermin ist für Sommer nächsten Jahres angesetzt.

Chris Norris, Producer bei LucasArts

» Was macht aus "Fracture" einen Titel für die nächste Konsolengeneration?

Durch eine höhere Anzahl an Polygonen und durch neue Lichteffekte wird ein Spiel unserer Ansicht nach noch lange nicht zum Next-Gen-Titel. Was "Fracture" in dieser Hinsicht wirklich auszeichnet, ist die Tatsache, die Level durch das deformierbare Terrain mitten im Kampf selbst umgestalten und sich das Gelände nach Belieben zunutze machen zu können.

Auf diese Weise ist eine große Entscheidungsfreiheit gewährleistet. Erstmals wird der Spieler in der Lage sein, mit seiner Umgebung in Echtzeit vollständig interagieren zu können - ein Feature, das bisher noch nie wirklich bis an seine Grenzen geführt wurde.

» Welche neuen Möglichkeiten ergeben sich durch das deformierbare Terrain?

Im Gegensatz zu der in "Red Faction" genutzten Geo-Mod-Technologie, bei der das Terrain nur an vorher festgelegten Stellen verformt werden konnte, sind die Ereignisse in "Fracture" nicht geskriptet, das Schlachtfeld wirklich überall dynamisch. Die Waffen können dazu eingesetzt werden, Rätsel zu lösen, Gegner auszuschalten, Deckungen zu bilden oder sich einen taktischen Vorteil zu verschaffen. Das deformierbare Terrain ist ein wesentlicher Bestandteil von "Fracture" und ein wichtiges strategisches Element. Nur mit dessen Hilfe kommt der Spieler ans Ziel.

» Hat Sie die aktuelle Diskussion um den Klimawandel bei der Ideenfindung des Settings und der Story beeinflusst?

Ja, durchaus. Bei LucasArts arbeiten wir nicht nur an innovativen Technologien, zu unseren Aufgaben zählt auch das Kreieren von fesselnden Geschichten und interessanten Charakteren. Die Rahmenhandlung von "Fracture" sollte einen nachvollziehbaren Konflikt in der nahen Zukunft darstellen. Im Zentrum stehen die globalen Folgeerscheinungen, die mit dem technischen Fortschritt im 22. Jahrhundert einhergehen.

Als wir also die Welt im Jahre 2161 erschufen, nahmen wir die Komponenten globale Erwärmung und Stammzellenforschung auf und trieben die potenziellen Konsequenzen für die Bevölkerung gedanklich auf die Spitze. Heraus kam ein weltweiter militärischer Konflikt, in welchem der Spieler direkt an vorderster Front steht.

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