Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes verpasste der deutsche Einzelhandel im Dezember 2005 die Vorjahresmarke. Sowohl nominal als auch real wurde weniger umgesetzt, wobei besonders der Non-Food-Handel Einbußen hinnehmen musste.

Im Dezember 2005 setzte der deutsche Einzelhandel nominal 1,2 und real 1,6 Prozent weniger um als im Dezember 2004. Dies geht aus den vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes für den Einzelhandelsumsatz hervor. Beide Monate hatten je 26 Verkaufstage. Flächen- und saisonbereinigt verbleibt ein Minus von jeweils 1,4 Prozent. Die zusätzlichen Belastungen der privaten Haushalte durch steigende Heiz- und Stromkosten sowie Aufwendungen für die private Altersvorsorge könnten den Wiesbadener Statistikern zufolge Schuld am rückläufigen Ergebnis sein. Während der Lebensmittelhandel moderate Umsatzrückgänge zu verkraften hatte, war der Non-Food-Bereich einmal mehr Leidtragender der Entwicklung. So wurden für den sonstigen Einzelhandel mit Waren verschiedener Art - zu dem auch Kauf- und Warenhäuser zählen - ein realer Umsatzverlust von 4,3 Prozent errechnet. Erheblich besser erging es dem Versandhandel mit einem Plus von 4,2 Prozent.

Unterm Strich verbleibt für 2005 ein leichtes Plus, das Hoffnung macht. Nominal um 1,2 und real um 0,7 Prozent lagen die Einzelhandelsumsätze 2005 über denen des Vorjahres, wobei wiederum Waren- und Kaufhäuser mit 4,5 Prozent der größte Verlierer waren. Auf der Siegerseite steht der Handel mit kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen Produkten, der 4,7 Prozent reales Umsatzwachstum verbuchen konnte.

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By Marcel Kleffmann 7 min read