Endor braucht frisches Kapital
Zur Vermeidung eines kritischen finanziellen Engpasses, wird der Peripheriegerätehersteller Endor eine Kapitalerhöhung durchführen. Das beschaffte Kapital soll auch der Produktentwicklung zugute kommen.
Um einen existenzbedrohenden Liquiditätsengpass zu verhindern, hat Peripheriegerätehersteller Endor eine Kapitalerhöhung angekündigt. Die Zustimmung des Aufsichtsrates hierzu wurde bereits gegeben. Durch die Ausgabe von 506.707 Aktien soll das Grundkapital um knapp 45 Prozent auf 1.620.122 Euro angehoben werden. Altaktionäre können die neu ausgegebenen Anteile zum Ausgabepreis von einem Euro beziehen, wobei ein Bezugsrecht von 2:1 gewährt wird. Die Wertpapiere werden voraussichtlich vom 29. März bis einschließlich 19. April ausgegeben. Stichtag für die Feststellung der Anzahl der bestehenden Bezugsrechte ist der 28. März.
Seit dem Börsengang im Juni des vergangnen Jahres, bei dem die Wertpapiere zum Preis von neun Euro ausgegeben wurden, befindet sich der Kurs im freien Fall und taxiert aktuell bei nur noch 1,15 Euro (27.03.07). Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres waren die Umsätze von 1,9 Mio. auf nur noch 67.000 eingebrochen. Als Grund hierfür wurde der Generationswechsel auf dem Konsolenmarkt genannt, der als Hauptumsatzbringer des Unternehmens gilt. Aus der Krise sollten neue Produkte führen. Unter anderem ein Lenkrad für Konsole und PC, für dessen Fertigstellung das beschaffte Kapital eingesetzt werden soll. Der Endor-Vorstand um Thomas Jackermeier erwartet, dass sämtliche neu ausgegebenen Wertpapiere am Markt platziert werden.