Die Stiftung Digitale Spielekultur und der Deutsche Kulturrat bringen im Projekt "Let's Remember" Games in Museen und an Gedenkstätten zur NS-Zeit. Gefördert wird das Modell vom Bundesministerium für Finanzen und der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft.

Die Stiftung Digitale Spielekultur und der Deutsche Kulturrat kündigen das gemeinsame Projekt "Let's Remember! Erinnerungskultur mit Games vor Ort" an. Das Format soll die Etablierung von Games an Erinnerungsorten wie Museen, Gedenkstätten und anderen Erinnerungsorten erproben. Das Projekt setzt sich aus insgesamt drei Bestandteilen zusammen: Zunächst werden in Kooperationen mit teilnehmenden Museen, Gedenkstätten und kulturellen Begegnungsorten Formate zum Einsatz von Games vor Ort umgesetzt. Die Mitarbeiter:innen der beteiligten Partnerorganisationen werden in Schulungen, die den Einsatz von Games vor Ort verstetigen sollen, auf die Zusammenarbeit vorbereitet. Die Schulungen werden im Zuge des Projekts entwickelt, sämtliche Formate und Qualifizierungsmaßnahmen werden dokumentiert und in Form von Tutorials online zur Verfügung gestellt. Im letzten Schritt wird die von der Stiftung Digitale Spielekultur betriebene Online-Datenbank "Games und Erinnerungskultur", die seit 2020 im Rahmen des Projekts "Erinnern mit Games" existiert, technisch überarbeitet, um relevante Titel erweitert und mit den entstandenen Tutorials verknüpft. "Let’s Remember!" wird in der Bildungsagenda NS-Unrecht von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) gefördert.

"Dass sich Games sensibel mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinandersetzen und insbesondere jüngeren Zielgruppen neue Zugänge zur Erinnerungskultur in Deutschland bieten können, haben wir mit der Initiative ‚Erinnern mit Games' unter Beweis gestellt", erläutert Çiğdem Uzunoğlu, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Spielekultur, die Hintergründe des neuen Projekts. "In Folge des Dialogs, den wir in den vergangenen Jahren zwischen Akteur:innen der Erinnerungskultur und Spieleentwickler:innen angestoßen haben, werden wir nun das gesammelte Wissen in entsprechende Einrichtungen tragen und so unter anderem auch das Personal vor Ort für den Einsatz von Games qualifizieren."

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, führt aus: "Erinnerungskultur und insbesondere die Erinnerung an die Verbrechen der NS-Diktatur sind ein wichtiges Thema für den Deutschen Kulturrat. Ich freue mich daher sehr, dass wir im Rahmen dieses Vorhabens unsere Zusammenarbeit mit der Stiftung Digitale Spielekultur fortführen und in die praktische Arbeit an Erinnerungsorten übersetzen."

"Das Projekt ist getragen vom praxisorientierten Miteinander von Mulitplikator:innen der Gedenk- und der Spielekultur," kommentiert Dr. Andrea Despot, Vorstandvorsitzende der Stiftung EVZ, das Vorhaben. "Das Ziel ist dabei nicht nur die spielerische Vermittlung von Wissen über historische Ereignisse, sondern – ganz im Sinne der Bildungsagenda NS-Unrecht – auch die Übernahme von erinnerungskultureller Verantwortung."

Share this post

Written by

Pascal Wagner
Pascal Wagner is Chief of Relations of GamesMarket and Senior Editor specialised in indie studios, politics, funding and academic coverage.
Pullup Capitalizes on Strong Back Catalog and Two Dotemu Releases
Geoffroy Sardin, Chief Executive Officer of Pullup Entertainment, formerly Focus Entertainment / RoadCraft © Sardin, Pullup Entertainment / Saber & Focus

Pullup Capitalizes on Strong Back Catalog and Two Dotemu Releases

By Marcel Kleffmann 3 min read
Pullup Capitalizes on Strong Back Catalog and Two Dotemu Releases
Geoffroy Sardin, Chief Executive Officer of Pullup Entertainment, formerly Focus Entertainment / RoadCraft © Sardin, Pullup Entertainment / Saber & Focus

Pullup Capitalizes on Strong Back Catalog and Two Dotemu Releases

By Marcel Kleffmann 3 min read