ESBD begrüßt Öffnung des DFB und warnt vor Spaltung
Der eSport Bund Deutschland hat die neue Leitlinie des DFB zum Thema eSport begrüßt, die eine Öffnung gegenüber dem elektronischen Sport vorsieht. Gleichzeitig kritisiert der ESBD die scharfe Wortwahl des DFB gegenüber Nicht-Sportspielen und warnt vor einer Spaltung des eSport.
"Die heutige , sich offener gegenüber eSport-Angeboten zu positionieren begrüßen wir - damit entstehen mehr Verbindlichkeit und mehr Gestaltungsmöglichkeiten für die am eSport interessierten Fußballvereine", so Hans Jagnow, Präsident des eSport Bund Deutschland (ESBD). Dem Statement voraus ging eine neuerliche Erklärung des Deutschen Fußballbunds (DFB) zum Thema eSport. Darin öffnet sich der DFB dem Thema ein stückweit. sorgte DFB-Präsident Reinhard Grindel mit kritischen Äußerungen für Aufsehen in der Szene.
So ganz angefreundet mit dem eSport hat sich der DFB aber trotz neuer Leitlinie nicht. In seiner Erklärung bezog sich der DFB ausdrücklich auf Fußballspiele und distanzierte sich von anderen Genres, wobei auch Bezeichnungen wie "Killerspiele" gebraucht wurden.
Der ESBD äußerte sich deshalb auch kritisch und mahnend zu der neuen Leitlinie: "Man muss auch klar sagen: eine Spaltung von eSport zu betreiben ist aus unserer Sicht nicht der richtige Weg." Es sei nachvollziehbar, dass der DFB sich als Fußballverband vorrangig für Fußballsportsimulationen interessiere. "Dazu aber eine Abgrenzung zur gesamten eSport-Familie zu betreiben, und dafür den längst vergessenen Begriff der 'Killerspiele' aus der Mottenkiste der Geschichte zu holen, wird dem Stand der gesellschaftlichen Debatte um eSport nicht gerecht", so Jagnow.
Der ESBD würde sich freuen, wenn keine neuen Sprachregelungen gesucht würden, sondern eine fachkundige und sachliche Auseinandersetzung mit der Thematik stattfinde.
Im Gegensatz zum Verband sind eine zunehmende Zahl von Fußballvereinen schon weiter. Wolfsburg, Schalke oder RB Leipzig unterhalten schon länger eigene eSport-Abteilungen. Auch immer mehr Zweitligisten wie der 1.FC Nürnberg sind in dem Bereich aktiv. Selbst Rekordmeister FC Bayern hat aktuell einen gestartet, wenn auch nicht im Bereich Fußball sondern Basketball.