ESRB will härter gegen Verstöße vorgehen
Bislang hatten Publisher, die gegen die Vorschriften des Entertainment Software Rating Boards (ESRB) verstoßen, von der ESRB wenig zu befürchten. Nach den zahlreichen Skandalen der vergangene Monate will die Selbstkontroll-Institution in Zukunft aber härter gegen Verstöße vorgehen.
Publisher, die bewusst versuchen, die US-amerikanische Selbstkontrolle für Computer- und Videospiele zu hintergehen, könnten künftig härter bestraft werden. Wie US-Medien berichten, will das Entertainment Software Rating Board (ESRB), das in den USA für die Altereinstufung für Computer- und Videospiele zuständig ist, in Zukunft härtere Strafen aussprechen. Derzeit würden die Bestimmungen verschärft, denen die Publisher zustimmen müssen, wollen sie für ihre Produkte den Segen der ESRB. Bis zu eine Mio. Dollar könnten künftig fällig werden, wird einem Unternehmen ein Täuschungsversuch nachgewiesen. Doch nicht nur die bewusste Täuschung soll härter bestraft werden. Auch wenn versteckte Inhalte bei der Prüfung nicht in Gänze offen gelegt werden, steht Ärger mit dem ESRB ins Haus. Stellen die Prüfer wiederholte Verstöße fest, könnte gar ein Ausschluss aus dem ESRB-System drohen. Wiederholungstäter würden so gar keine Alterseinstufung mehr bekommen, was in den USA einem Todesstoß für jedwede Vermarktung gleichkommt, da Spiele ohne ESRB-Rating von den marktbeherrschenden Handelsketten nicht ins Sortiment aufgenommen werden.
Das ESRB reagiert mit dem Vorstoß auf die zahlreichen Skandale der vergangenen Monate. Dabei waren die Prüfer auch wiederholt massiv in die Kritik geraten. Mit härteren Sanktionen sollen so offenbar nicht nur die Publisher zur Räson gerufen werden, auch die Stellung der ESRB gegenüber ihren Kritikern wird gestärkt. Wann die Änderungen in Kraft treten sollen, ist derzeit noch offen.