FTC gibt Hauptklage gegen Microsoft-Activision-Merger auf
Die FTC hat die Klage gegen den Merger von Microsoft und Activision zurückgezogen und sammelt sich neu. Eine neue Klage ist nicht ausgeschlossen, auch ein Einspruch der FTC ist noch in Verhandlung.
Nun steht Microsofts Deal mit Activision kaum mehr etwas im Wege: Wie die Federal Trade Commission der USA am gestrigen Donnerstag bekannt gab, zieht sie ihre Klage gegen den Merger von Activision Blizzard King mit Microsoft zurück. Das Verfahren hätte am 2. August 2023 beginnen sollen. Der Antrag der FTC, bis dahin mit einer einstweiligen Verfügung den Merger zu verhindern, war kürzlich ebenso wie eine Berufung gegen das Urteil abgelehnt worden. Der Einspruch der FTC gegen die Ablehnung der Berufung läuft jedoch weiter. Mit dem Rückzug der Klage hält sich die FTC offen, eine neue Klage zu einem späteren Zeitpunkt einzureichen – auch nach vollender Vereinigung der Unternehmen.
Aktuell steht dem Merger nur noch die britische CMA entgegen, die derzeit in neue Verhandlungen mit Microsoft getreten ist, eine genaue Prüfung der Umstände jedoch auch bei neuer Sachlage durchführen will. Die Prüfbehörde von Neuseeland zeigt sich ebenfalls noch skeptisch, hat aber noch keine finale Position verkündet und will die Entscheidungen anderer internationaler Behörden bei der eigenen Positionierung in Betracht ziehen. Microsoft und Activision haben noch bis zum 18. Oktober 2023 Zeit, Unklarheiten mit den Behörden zu klären und den Deal abzuschließen. Darauf einigten sich die beiden Unternehmen in einer Fristverlängerung am 18. Juli.