Durch die Fusion von Electronics Boutique und GameStop ist in den USA ein neuer Handelsriese entstanden, der nun mit der Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr erstmals seine neue Marktmacht unterstreicht.

GameStop hat die erste Jahresbilanz nach der vollzogenen Fusion mit Ex-Konkurrenten Electronics Boutique veröffentlicht. Erst seit Oktober vergangenen Jahres unter der Marke GameStop vereint, hatte die Firmenhochzeit schon erhebliche Auswirkungen auf die Bilanz. So stieg der Unternehmensumsatz im zum 28. Januar beendeten vierten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 135,2 Prozent von 708,7 Mrd. auf mehr als 1,67 Mrd. Dollar an. Der Unternehmensgewinn stieg zeitgleich von 34,5 Mio. auf 85 Mio. Dollar oder 1,10 US-Dollar je Aktie. Für das Gesamtjahr, welches ebenfalls zum 28. Januar beendet wurde, fällt bei 3,092 Mrd. Dollar Umsatz ein Überschuss von 100,8 Mio. oder 1,61 Dollar je Aktie an. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Umsatzwachstum um 67,8 Prozent.

In den kommenden Monaten soll die aggressive Expansion weiter vorangetrieben werden. Nach 792 Neueröffnungen im vergangenen Geschäftsjahr - davon 450 in den USA - sollen 2006 400 neue Filialen folgen. Die Planungen für 2007 und 2008 sehen jeweils 600 Neueröffnungen vor. Dabei ist aber bislang unklar, wie viele Geschäfte in den USA und wie viele in Europa eröffnet werden sollen. Die neue Marktmacht unterstreichen auch aktuelle Zahlen der NPD Group. Wie GameStop-CEO R. Richard Fontaine betonte, bezifferten die Marktforscher den aktuellen Marktanteil von GameStop in den USA mit 21 Prozent. Für das laufende Fiskaljahr rechnet GameStop mit einem Umsatzwachstum zwischen 14 und 17 Prozent. Zwischen 1,83 und 1,93 US-Dollar Gewinn sollen dabei in den Firmenkassen verbleiben.

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