Mit aller Macht treibt die britische Game Group die Expansion im Heimatmarkt und in Kontinentaleuropa voran, um sich noch vor der Fusion und dem erwartet stärkeren Engagement von GameStop und Electronics Boutique im europäischen Markt in Stellung zu bringen. Die Neueröffnungen und Zukäufe resultierten in einem negativen Halbjahresergebnis.

Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres trieb die britische Game Group die Expansion im Heimatmarkt und in Kontinentaleuropa aggressiv voran. Durch die Übernahme der französischen Kette Addon sowie durch Neueröffnungen stieg die Anzahl der zugehörigen Filialen seit Anfang Februar um 67 auf 653 Geschäfte an. 62 neue Filialen entstanden allein auf dem Festland, was die Gesamtzahl auf 202 ansteigen ließ.

Ein Kraftakt, der nicht spurlos an der Halbjahresbilanz vorübergegangen ist, die der Handelskonzern nun veröffentlichte. Demnach stieg zwar der Umsatz zum Stichtag 31. Juli von 213 Mio. Pfund (ca. 313 Mio. Euro) auf 220,8 Mio. Pfund (rund 325 Mio. Euro) an, der operative und der Vorsteuerverlust lagen aber ebenso über dem Vorjahr. So verzeichnete Game ein operatives Minus von 10,3 Mio. Pfund (ca. 15 Mio. Euro). Im Vorjahr lag das Minus bei 3,6 Mio. Pfund (rund 5,3 Mio. Euro). Vorsteuern fehlen gar 14,7 Mio. Pfund (rund 22 Mio. Euro) in der Bilanz.

Dennoch sieht der Vorstand das Unternehmen für Zukunft gut aufgestellt. Bei konstant hoher Nachfrage nach Sonys PlayStation Portable und gelungenen Konsolenstarts von Xbox 360, PlayStation 3 und Nintendo Revolution erwartet die Unternehmensführung für die Zukunft erheblich bessere Ergebnisse.

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