Gameforge und GVU gehen gemeinsam gegen Illegale Gamesserver vor
Das Amtsgericht Heidelberg hat eine Geldstrafe gegen den Betreiber illegaler "Metin2"-Server verhängt. Dem Urteil war eine Absprache auch mit GVU und Gameforge vorausgegangen, die zu weiteren Verfahren führte.
Das Amtsgericht Heidelberg hat den Betreiber der Piraterie-Server "Cyberia" und "Hardcore-Reloaded" wegen gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzung zu einer Geldstrafe verurteilt. Dem vergleichsweise milden Urteil war eine Verständigung der Verfahrensbeteiligten vorausgegangen, darunter auch die GVU, die die Interessen der geschädigten Gameforge vertrat.
Der Hauptangeklagte hat vor seiner Verurteilung intensiv mit GVU und den Behörden zusammengearbeitet und laut GVU wertvolle Informationen über Strukturen, Hintermänner und Finanzierung von illegalen Servern geliefert. Im Gegenzug erhielt er die Aussicht auf ein mildes Urteil. Zusätzlich muss er eine Spende an den gemeinnützigen Verein Gaming Aid entrichten.
Laut GVU zahlte sich die Zusammenarbeit bereits aus: Im März wurde ein Berliner Betreiber eines "Metin2"-Servers durchsucht, der einen sechsstelligen Betrag durch den von ihm betriebenen Piratenserver erzielt hat. "Die Betreiber tun das nicht, um die Community zu bereichen, sondern sich selbst - auf Kosten der Spieler. Das ist kein Kavaliersdelikt", so Tomas Burck, Vice President Customers & HR bei der Gameforge AG.