Games-Branche im Koalitionsvertrag von Mecklenburg-Vorpommern
In Mecklenburg-Vorpommern ist der erste Entwurf des Koalitionsvertrags zwischen SPD und Die Linke vorgestellt worden. In der Vereinbarung über die Bildung einer Koalitionsregierung für die achte Legislaturperiode des Landtags wird die Games-Branche erstmalig konkret erwähnt.
Im Entwurf der Koalitionsvereinbarung für 2021 bis 2026 steht im Bereich der Digitalisierung: "Die Gamingbranche als Technologiemotor werden wir unterstützen, um die Strukturen dieses aufstrebenden Wirtschaftszweiges weiter zu stärken, Neugründungen zu unterstützen und Bundesförderung zu ermöglichen. (...) Die Koalitionspartner prüfen die Anerkennung von eSport."
game-Geschäftsführer Felix Falk über die Nennung der Games-Branche im Koalitionsvertrag: "Es ist ein guter Start, dass die Games-Branche erstmals in einem Koalitionsvertrag in Mecklenburg-Vorpommern berücksichtigt wird. Damit sich das Bundesland als Games-Standort aber wirklich entwickeln kann, muss die neue Landesregierung auf die allgemeinen und noch vorsichtigen Formulierungen jetzt konkrete Schritte folgen lassen."
Ansonsten sollen "auch alle sonstigen Wirtschaftsförderprogramme des Landes auf die Anwendbarkeit auf digitale Geschäftsmodelle" überprüft werden, während die "digitale Infrastruktur mit Glasfaser und mit Mobilfunk 'bis an jede Milchkanne' und jedes Gewerbegebiet flächendeckend" ausgebaut werden soll. Start-Ups und innovative Technologien wie Künstliche Intelligenz oder das Blockchain-Verfahren sollen ebenfalls gefördert werden.
Im Medien-Bereich des Dokuments wird vor allem die Wichtigkeit von Medienkompetenz und die Förderung der Medienbildung hervorgehoben. Zugleich soll in Zusammenarbeit mit den Hochschulen die Aus- und Fortbildung von Fachkräften der Film- und Medienproduktion gefördert werden.
Die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern fand am 26. September 2021 statt - am gleichen Tag mit der Bundestagswahl. Unterdessen laufen weiterhin die Ampel-Koalitionsverhandlungen zwischen SPD, Grüne und FDP im Bund. Es bleibt abzuwarten, welchen Stellenwert die Games-Branche in dieser Vereinbarung einnehmen wird.