Die US-Handelskette GameStop, die auch in Deutschland über ein umfassendes Filialnetz verfügt, hat Gespräche über den Verkauf der Firma beendet. Nun würden andere Strategien abgewogen, um den sogenannten "Shareholder value" zu steigern.

GameStop wird nicht verkauft. Wie das auf Games spezialisierte Handelsunternehmen mitteilt, wurden die Gespräche mit einem potenziellen Käufer jetzt beendet. Nach Angaben von GameStop war das interessierte Unternehmen nicht in der Lage, den Deal zu wirtschaftlich tragbaren Konditionen zu finanzieren. Mit wem genau das GameStop-Management verhandelte ist unklar. GameStop gab im Juni 2018 lediglich bekannt, gemeinsam mit externen Beratern eine Vielzahl von Möglichkeiten zu prüfen, um den Wert des Unternehmens für Aktionäre, den sogenanten "Shareholder Value", zu steigern. Ein Verkauf von GameStop war dabei eine der geprüften Optionen.

Nach dem Aus der laufenden Gespräche wird jetzt geprüft, wie das Geld aus dem Verkauf der Tochter "Spring Mobile" genutzt werden könne. GameStop hatte diesen Bereich mit Wirkung zum 18. Januar für insgesamt 735 Millionen Dollar veräußert. Insbesondere werden eine Reduzierung der Schulden, die Finanzierung eines Aktienrückkaufprogramms und Investitionen ins Kerngeschäft geprüft. Denkbar sei auch eine Kombination dieser drei Möglichkeiten.

Last not least will GameStop die Suche nach einer Dauerlösung für den immer noch vakanten Posten eines dauerhaften CEOs vorantreiben. Die Firmenleitung hat derzeit Board-Chairman Dan DeMatteo inne, nachdem der langjährige GameStop-CEO Paul Raines, der den Job einst von DeMatteo übernahm, nach schwerer Krankheit im März 2018 verstarb. Unter Raines ging GameStop nicht nur an die Börse, das US-Unternehmen expandierte auch international und baute unter anderem in Deutschland ein dichtes Filialnetz auf.

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Written by

Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.