Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge fördert ein Modellprojekt der Stiftung Digitale Spielekultur zur Wertevermittlung im Integrationsprozess mit Games.

Wie kann Gaming für den Einsatz im Integrationsprozess genutzt werden? Mit dieser Fragestellung befasst sich ein zweijähriges Modellprojekt der Stiftung Digitale Spielekultur, das vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert wird. Ziel ist, den Einsatz von Games in der Wertebildung bei jungen Erwachsenen mit und ohne Migrationserfahrung mittels eines interdisziplinären Ansatzes vorzudenken und zu erproben.

"Wertebildung ist eine zentrale Aufgabe für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sie ist ein Orientierungsrahmen für wechselseitigen Respekt und gegenseitiger Anerkennung. Damit ist sie ein wesentlicher Pfeiler der Integrationsarbeit, einer der wesentlichen Aufträge des BAMF", betont Uta Saumweber-Meyer, Abteilungsleiterin für Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt im Bundesamt. Laut Erhebungen des GfK Consumer Panels und data.ai im Auftrag des game - Verband der deutschen Games-Branche nutzen rund sechzig Prozent der Deutschen im Alter von sechs bis 69 Jahren regelmäßig PC-, Konsolen-, oder Mobile Spiele. "Umso wichtiger ist es, dass wir im Zeitalter der zunehmenden Digitalisierung auch hier präsent sind - und dies als Chance nutzen", so Saumweber-Meyer.

Eine Reihe von Veranstaltungen wird dazu dienen, die Ansätze zu erproben, zu diskutieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dazu zählen Game Jams und Barcamps, Spielungen als kommentiertes Gaming vor Live-Publikum und Live-Streaming-Auftritte im Internet sowie eine Fachkonferenz.

"Games begeistern und verbinden Menschen - und sie können noch mehr: Durch unsere Arbeit wissen wir, dass digitale Spiele sich sehr gut dazu eigenen, ethische und moralische Fragen zu diskutieren", sagt Çigdem Uzunoglu, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Spielekultur. "An diese Erfahrungen möchten wir anknüpfen und uns im Rahmen des Modellprojekts 'Games und Wertebildung' damit auseinandersetzen, welchen Mehrwert digitale Spiele für die Wertebildung im Kontext der Integration Geflüchteter und Zugewanderter bieten können."

Marcel Kleffmann

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Marcel Kleffmann is Chief of Content of GamesMarket and our B2B and B2C expert for hardware, market data, products and launch numbers with more than two decades of editorial experience.
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