Nintendo hat also endlich die Katze aus dem Sack gelassen. Nach monatelangen Spekulationen nennt Nintendos Sales & Marketing-Chef in Europa, David Gosen, den genauen Termin der GCN-Markteinführung. Und auch wie viele der neuen Euros Endkonsumenten ab 3. Mai 2002 für Hard- und Software auf den Tisch legen müssen, ist jetzt offiziell.

Mit 249 Euro für GameCube und rund 60 Euro für GameCube-Spiele liegt Nintendo unter den Preisen der Mitbewerber Sony CE und Microsoft. Zur Spielwarenmesse steht noch die Bekanntgabe der Preismodalitäten für den Handel aus. Wird die Handelsmarge letztendlich den Gameshändlern den Spaß an der neuen Konsole verderben? "Abwarten", heißt es dazu aus den deutschen Handelshäusern. GamesMarkt.de fragte einige Händler nach ihren ersten "GameCube-Reaktionen":

"Ein Preispunkt von 199 Euro wäre wünschenswert gewesen. Damit hätte sich Nintendo gerade von der PlayStation 2, die mit 299 Euro (plus DVD-Player!) doch in einer ähnlichen Preisregion angesiedelt ist, noch deutlicher absetzen können. Da uns noch keine näheren Details vorliegen, so zum Beispiel der Händlerabgabepreis, werden wir uns vorerst bedeckt halten und in den nächsten Tagen gelassen weiteren Informationen entgegensehen. Bleibt nur zu sagen: Wir freuen uns auf die neue Konsole im Markt und hoffen, dass sich die Verkaufsentwicklung am 3. Mai und darüber hinaus positiv gestaltet." Reinhard Sawatzky, Vitrex

"Wir haben preislich ein paar Euro weniger erwartet, sowohl was die Hardware als auch was die Software betrifft. Dennoch sind wir konzeptionell vom GameCube überzeugt und glauben, dass die Konsole beim Endkonsumenten ankommen wird. Zudem sind wir von den Xbox-Preisen noch derart geschockt, dass wir uns mit allem, was darunter liegt, zufrieden geben." Oliver Brandt, World of Games

"So wie im Moment die Mitbewerber im Markt aufgestellt sind, sind 249 Euro für die Hardware und rund 60 Euro für die Softwareprodukte gute Preise. Andererseits muss man auch sehen, dass die PlayStation 2 für nur 50 Euro mehr einen DVD-Player bietet. Sollte SCE daher in nächster Zeit erneut eine Preisreduzierung durchsetzen, wird es für Nintendo schwierig werden. Bei der Software muss man abwarten, ob Nintendo die üblichen Handelsmargen einhält. Wenn ja, kann man mit den Preisen gut leben." Wolfgang Myrth, Playcom

"Die Preise gehen schon in Ordnung. Auch wenn man einschränkend dazu sagen muss, dass die Preispunkte für Konsolensoftware meines Erachtens generell zu hoch angesiedelt sind. 60 Euro für GameCube-Titel, 70 Euro für Xbox-Titel. Im Unterschied dazu sind hochwertige und gute Softwaretitel für den PC teilweise bereits für weit unter 50 Euro zu haben." Holger Gerdes, Gamigo Shop

"Wir halten 249 Euro für einen guten Preis. Jetzt muss man nur noch abwarten, wie die Einkaufspreise für den Handel aussehen. Ich hoffe nicht, dass der VK zu Lasten der Marge geht. Nintendo wird sich in diesem Zusammenhang aber gegenüber dem Handel sicherlich partnerschaftlich verhalten. Ein positiver Faktor ist auch die Preisreduzierung beim Game Boy Advance. Die Kombination GCN mit GBA kann gut funktionieren - vergleiche die frühere Kombination SNES und Super Game Boy. Insgesamt hat meiner Ansicht nach der GameCube gute Aussichten im Markt. Nintendo weist gute Spielemarken auf und verfügt auch über zahlreiche Exklusivtitel. Zudem werden mit GameCube auch ältere Zielgruppen angesprochen - siehe "Resident Evil". Der Softwarepreis von 60 Euro, sollte er sich denn bewahrheiten, ist meiner Ansicht nach gut gewählt. Teilweise waren N64-Titel ja schon teurer." Efthimios Sidiropoulos, McMedia

"Der Preis geht absolut in Ordnung, Nintendo bleibt damit unter der (ehemaligen) 500-Mark-Grenze. Meiner Meinung nach wird der GameCube abgehen wie eine Rakete! Gerade in Verbindung mit einem rund 20 Titel umfassenden Launchportfolio qualitativ hochwertiger Softwaretitel, darunter auch GCN-exklusive Produkte, wird sich der GameCube beim Endkonsumenten durchsetzen. Einziger Negativpunkt: Die Software hätte um zehn Euro billiger sein müssen. Ein Preispunkt von 49,99 Euro wäre ein idealer VK gewesen." Jens Heide, game-planet

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