Sony verkauft mehr PS5-Konsolen und meldet höheren Software-Absatz
Von Juli bis September 2023 hat Sony fast fünf Millionen PS5-Konsolen ausgeliefert und über 67 Millionen Games verkauft, obgleich sich fehlende First-Party-Titel bemerkbar machen. Das PlayStation-Geschäft läuft so gut, dass die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr nach oben geschraubt wurde.
Sony hat die Geschäftszahlen für das zweite Quartal des FY2023 vorgelegt. Von Juli bis September 2023 hat Sony weltweit 4,9 Millionen PlayStation-5-Konsolen weltweit ausgeliefert. Im vorherigen Quartal und im gleichen Quartal des Vorjahres waren es jeweils 3,3 Millionen. Seit der Markteinführung sind 46,6 Millionen PS5-Konsolen in Umlauf, knapp 800.000 weniger als bei der PlayStation 4 im gleichen Zeitraum. Sony möchte im laufenden Geschäftsjahr 25 Millionen PS5-Konsolen ausliefern, 8,2 Millionen sind in der ersten Geschäftsjahreshälfte bereits ausgeliefert worden. Angaben zu den Verkäufen von PlayStation VR2 und PlayStation 4 wurden nicht gemacht.
67,6 Millionen Games für PS5 und PS4 wurden in den drei Monaten abgesetzt, im Vorjahr waren es 62,5 Millionen. 4,7 Millionen der 67,6 Millionen verkauften Spiele waren First-Party-Titel - im Vorjahr waren es noch 6,6 Millionen. Damit stammen nur knapp sieben Prozent der verkauften Games von Sony Interactive Entertainment, das ist der niedrigste Anteil seitdem dieser Wert berichtet wird. Der Rückgang ist auf fehlende, zugkräftige Releases zurückzuführen. "Marvel's Spider-Man 2", das erst nach dem berichteten Quartal veröffentlicht wurde, hat sich in elf Tagen über fünf Millionen Mal verkauft. Im zweiten Quartal steig der Anteil der digitalen Download-Verkäufe auf 67 Prozent, von 63 Prozent im Vorjahr.
Die Anzahl der monatlich aktiven Nutzer:innen des PlayStation Network lag am 30. September 2023 bei 107 Millionen - fünf Millionen mehr als im gleichen Zeitraum des vorangegangenen Geschäftsjahres und eine Million weniger im Vergleich zum ersten Quartal dieses Geschäftsjahres. Angaben zu den PlayStation-Plus-Abonnenten macht Sony seit Ende des FY22 nicht mehr.
Die PlayStation-Sparte von Sony, genannt "Game & Network Services", setzte im zweiten Quartal 954,1 Milliarden Yen um, 32 Prozent mehr als im Vorjahr - rund 5,9 Milliarden Euro. Die deutliche Umsatzsteigerung führt das Unternehmen auf höhere Hardware-Verkäufe, mehr verkaufte Third-Party-Games inklusive DLCs und positive Währungseffekte zurück (+59,6 Milliarden Yen, circa 369 Millionen Euro). Das operative Ergebnis liegt bei 48,9 Milliarden Yen, knapp 16 Prozent mehr als im Vorjahr, etwa 303 Millionen Euro. Auch hier werden die Software-Verkäufe als Zugpferd benannt, obgleich es höhere Verluste durch Hardware verzeichnet wurden.
Aufschlüsselung des Umsatzes (954,1 Milliarden Yen) - Hardware: 30,13 Prozent - Physisch vertriebene Software: 3,72 Prozent - Digital vertriebene Software: 21,07 Prozent - DLC/Add-on Content: 23,28 Prozent - Andere Software: 2,17 Prozent - Network Services: 14,03 Prozent - Anderes: 5,59 Prozent
Für das Gesamtgeschäftsjahr erwartet Sony einen höheren Umsatz im Bereich "Game & Network Services" und hebt die Prognose um fünf Prozent auf von 4,36 Billionen Yen an. Das wären fast 27 Milliarden Euro. Währungseffekte und Verkäufe Nicht-First-Party-Games werden als zentrale Faktoren genannt. Das operative Ergebnis wurde nicht angepasst und liegt wieder bei 270 Milliarden Yen, circa 1,67 Milliarden Euro. Hier schreibt Sony, dass sich die Auswirkungen von Release-Verschiebungen von First-Party-Games bemerkbar machen würden.
Sony als Gesamtunternehmen hat 2,828 Billionen Yen um zweiten Quartal umgesetzt (ca. 17,5 Milliarden Euro). Der operative Gewinn liegt bei 263 Milliarden Yen (knapp 1,63 Milliarden Euro). 33,7 Prozent des Umsatzes von Sony stammt aus der Sparte "Game & Network Services". Beim operativen Geschäftsergebnis liegt der Anteil bei rund 18,6 Prozent.